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Patzbatz

Wachdoggie

  • »Patzbatz« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 007

Doggie(s): Amy silver Labrador dame

Wohnort: Kanton Bern

Beruf: Rangierspezialistin

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1

Montag, 20. Oktober 2014, 05:38

Den respektvollen Umgang mit dem Hund lernen

Hallo zusammen.

Ich halte ja bekanntlich nicht viel davon kleine Kinder mit dem Hund machen zu lassen was sich mir wieder bestätigt hat.
Meine Nachbaren habe 3 Kinder alter 6-10 j.
Die mittlere und die älteste haben sehr freude an amy.
Das freut mich natürlich. Nur der Umgang von den Kindern mit dem Hund hat mir nicht gepasst.

Nach dem 50 mal pfötchen gebe und 20 mal sitzen und platz machen, hatte amy auch genug. Ich bat sie doch nicht meinen hund so herrum zu kommandieren. Bzw die mittlere gefiel es, einem tier zu sagen was es zu tun hat.
Ich versuchte ihr zu erklären, dass man tiere nicht herrum kommandiert sondern dass sie vollwertige Lebewesen sind mit eigenem willen und halt nicht von einem immer kontrolliert werden wollen.
Beide wollen etwas lernen :) immerhin...
doch den nötigen Respekt vor einem so wundervollen tier haben sie nicht. Noch nicht...
sie wollten mit amy spazieren gehen. Ich sagte sie dürfen mit mir mit kommen aber halten oder selbst gehen gehe nicht. Amy hat so viel kraft wenn sie eine katze sieht... das wäre lebensmüde! Sogar ich hab manchmal mühe sie zu halten.

Wie macht ihr das mit den kindern? Auch dass sie die hunde mal in ruhe lassen un akzeptieren dass wenn ein hund in ruhe gelassen werden will mal nicht rumkommandiert wird! ? ...

Mein hund ist ja super mit kindern doch eben ich erwarte dass man ein tier mit würde und achtung entgegen kommt und es nicht von oben herrab behandelt. Kinder können dass...
sie sind nett aber wie gesagt... der respekt gegenüber meiner amy fehlt mir bei der mittleren. Die grössere versteht dass besser.

Sie selbst haben ja keinen Hund daher wurde ihnen dass auch nicht bei gebracht.

Ich freue mich auf antworten.
Dein Hund ist dein Spiegelbild, dass niemals lügt. 00100-2:pics

Bea2521

Alphadoggie

Beiträge: 5 255

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2

Montag, 20. Oktober 2014, 07:07

Also nebst meinen eigenen Kindern tummeln hier oft auch Nachbarskinder rum und auch welche die mit Jacky "spielen" wollen. Das dürfen sie, aber nur unter meiner Aufsicht und wenn es mir zu viel wird, sage ich in einem klaren Ton Stopp. Gerne dürfen sie mit Jacky auch mit spazieren kommen, Jacky zieht ja mittlerweile hier im Quartier kaum noch an der Leine, aber ganz kleinen Kindern aber halte ich einfach die Leine mit ;) das wäre auch bei dir doch eine Lösung. Ein Kind darf zwar die Leine halten, von mir aus vorne und du zur Sicherheit hinten, damit du jederzeit eingreifen könntest.

Und ansonsten würde ich es gar nicht erst zu lassen das Jacky 50x high five oder sonst ein Kommando machen müsste, das würde ihr von sich aus schon vorher ablöschen das sie einfach davon stolzieren würde :d würden es die Kinder trotzdem immer und immer wieder ausprobieren dann unterbreche ich das. Was ich auch nicht mag ist wenn hier viele Kinder rum stehen und jeder Jacky's Namen ruft. Dann stehe ich dann da mitten rein und mache ein Beispiel wie das ist. Und zeige auf ein Kind und sage ihm, nun stell dir vor alle rufen deinen Namen, wohin würdest du denn gehen? dann sind sie jeweils ratlos und wissen keine Antwort und dann sage ich, genauso ist es mit Jacky. Das würde sie nicht lustig finden, das sei viel zu anstrengend. Daher immer einer nach dem andern und siehe da, es funktioniert :d
Das Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt!

Holger

Wachdoggie

Beiträge: 922

Wohnort: Prêles

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3

Montag, 20. Oktober 2014, 07:43

Würde: heikler Begriff, weil er nicht von allen gleich definiert wird. Da gehe ich so vor, dass ich sehr klar ansage, wenn etwas gegen das geschieht, was ich als würdevoll ansehe. Vermutlich nach dem 2. Mal Pfotegeben wäre das der Fall gewesen.
Andererseits hatte mein Labi Oscar als Therapiehund ab und zu GENAU dies als Job: 25mal hintereinander herumkommandiert werden, dann vielleicht noch geboxt, einmal getreten und unmässig viel gestreichelt. Da war das Aushalten dieser Situation absolut würdevoll. Es ist für mich nicht die Handlung wichtig, sondern der Zusammenhang.
Beim Spaziergang mit körperlich schwachen Leuten hatte ich immer zwei leinen. Eine normal lange für mich und eine etwas längere für den begleiteten Menschen. Diese nur mit Wollfaden am Halsband befestigt. Der hätte sofort nachgegeben, wenn Hund oder Mensch zu viel geruckt hätten.
Einem Kind kann man noch durch spiegeln vieles erklären. Bring das nächste Mal doch das Kind 20x ins Sitz und frag, wie toll das Spiel ist. Und schlimmstenfalls wird eben nicht auf Einsicht gehofft, sondern die Aktion abgebrochen mit dem Hinweis, dass man so nicht mit Amy umgeht.

Zum Glück ist ja Amy so selbstbewusst, dass sie das durchaus selbst regelt, indem sie dann einfach aufhört...


Gruss,
Holger

Bea2521

Alphadoggie

Beiträge: 5 255

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4

Montag, 20. Oktober 2014, 09:53

Ja grade das Spiegeln finde ich sehr wichtig, wie ich auch schrieb wenn jeder den Namen ruft, was das Kind dann machen würde? Und jedes Kind antwortete bisher gleich und war ratlos in dieser Situation ;) und wenn ich dann sage, das wenn ich das dann trotzdem weiter machen würde bzw. die Kinder alle ständig den Namen rufen, was dann passiert, dann sagt auch jedes Kind das es dann nervig sei und ich dann: "ahaaaa, merkst du was?" :d und dann wird nicht mehr durcheinander "Jacky" gerufen. Und das mach ich mit allem so. Und es kommt dann nie zu Stress für Jacky oder für ein Kind, ich schaue auf alle und breche frühzeitig ab.

Aber dann gibt es auch die Kinder, die ja sowieso schon über alles Bescheid wissen, weil sie ab und zu einen Hund hüten zu Hause. Klar die wissen ALLES und das sind dann die, welche eben so einen Hund mir einfach spontan mal in meinen Garten stellen und ihn markieren lassen, sowas finde ich lästig. Und Jacky macht es rasend! :kaug: denn auf den Rasen darf ja nicht mal Jacky pinkeln! da nützt manchmal x-mal erklären nichts, so das Ich sie dann auch schon mal verscheuchte, aber auch das nützt nicht auf Dauer. Aber so halte ich Jacky einfach auf Abstand und lasse diese Kinder eben nicht mehr oft an Jacky ran und das nützt am meisten, weil dann ihre Euphorie gegenüber Jacky sehr schnell nach lässt ;)
Das Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt!

Bluenote

Admindoggie

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Doggie(s): *Shirin* Schnauzer-Mix

Wohnort: Kanton ZH

Beruf: Diplomierte Verpeiltheit

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5

Montag, 20. Oktober 2014, 10:02

Ich mach's auch so: Erst erklären und um anderes Verhalten bitten, wenn das nichts nützt, aufzeigen am eigenen Leib und die vom Hund verlangte Übung selbst x Mal ausführen lassen. Nützt immer. ;)

Eingreifen tu ich aber schon sehr früh. Zwei-, höchstens dreimal das Gleiche tun reicht vollkommen.
And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

Bolotta

Alphadoggie

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Doggie(s): Luna, Labi Mischling und Honey Mischling

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6

Montag, 20. Oktober 2014, 10:17

Wir haben ja hier vis à vis auch 2 Kinder im Alter von 5 und 8 Jahren. Luna mag die beiden sehr gerne. Nur kam es schon mehrmals vor, dass Luna lieber bei den Kindern war, als zur mir zu kommen. Dh. sie ignorierte meine Befehle, gerade als sie recht jung war. Die Kinder lockten dann Luna zu mir. Da habe ich auch gesagt, Luna müsse auf meine Befehle hören, nicht auf sie.

Sie haben auch schon mit Luna gespielt, wobei sie zig mal Sitz, Platz machen musste, Pfötchen geben, etc. Ich schaue einfach zu. Läuft Luna weg, was sie darf, müssen sie sie in Ruhe lassen.

Luna ist sich gewöhnt, dass auch kleine Kinder sie an der Leine führen. Sie war es sich gewöhnt, als sie mit mir zur Arbeit durfte, mal haben wir eine Mutter mit kleinen Kindern getroffen, die Luna halten durften. Klar bin ich immer dabei und könnte Luna sofort ein Kommando geben, wenns nötig ist. Ich laufe auch nebenzu, damit ich sogar die Leine selber halten könnte. Wie wenn z.B. ein anderer Hund kommt oder gar auf uns zu kommt, es kommt ein Auto (im Quartier), etc. "Fremde" Kinder sind natürlich auch immer in Begleitung der Mutter. Dies kam auch erst 1x vor.

Meine Meinung: ich bin die Halterin, die Führerin. Ich sage, was ich will betr. meinen Hund, was nicht. Egal, ob das gut ist, ob es gut gemeint ist, ob es dem Hund passt oder nicht: Ich bin verantwortlich und entscheide, was lasse ich zu, was nicht.

7

Montag, 20. Oktober 2014, 10:57

Ich sage immer :
"Seit lieb zu dem Hund.Dann hat er euch gerne.Wenn ihr an seinem Schwanz zieht und so,dann wird er beleidigt.
Versucht mal ruhig und gelassen wie ein Alpha-Hund zu sein.Vielleicht sieht er einen von euch als Anführer an."
Dann wollen sie immer den Alpha-Hund spielen und versuchen so ruhig wie möglich zu sein damit sie selber "der Anführer werden" ehe es die anderen tun. :d

8

Montag, 20. Oktober 2014, 13:41

Mein Hund ist schlichtweg kein Spielzeug für Kinder. Für mich aber auch nicht. Unsere gelernten Kommados stehen immer im Kontext zu einem Sinn.

Sogar im Spiel gibts nur Kommandos die das Spiel ermöglichen, bzw. das Spiel um Kommandos zu lernen, festigen, belohnen.

Ich kenne es weder von meinen DSH noch von Kimba, dass sie in Situationen sind, wo fremde Kinder (damals auch die eigenen nicht) dem Hund Kommandos zu geben die keinen Sinn haben, keinen Zweck erfüllen. Sitz und Pfoten geben 20x hintereinander gehört z.B. dazu.

Den Hund dafür den Kindern zur Verfügung zu stellen ist in meinen Augen bereits respektlos dem Hund gegenüber...aber vom Hundehalter. Wieso sollten dann die Kinder erkennen, dass sie nun zu weit gegangen sind.
Was macht denn den Unterschied dem Hund einmal oder 20mal die Pfote geben lassen....ohne irgend einen Sinn. Für Kinder ist der nicht erkennbar.

Ich denke, ich würde da bei mir anfangen...vielleicht erübrigt sich das dann mit den Kindern.

Gruss Eva

erica

Sportdoggie

Beiträge: 1 358

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9

Montag, 20. Oktober 2014, 13:54

:good:

Bin genau deiner Meinung, gut geschrieben!

Bluenote

Admindoggie

Beiträge: 8 139

Doggie(s): *Shirin* Schnauzer-Mix

Wohnort: Kanton ZH

Beruf: Diplomierte Verpeiltheit

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10

Montag, 20. Oktober 2014, 14:46

Yanchi mag Menschen. Kinder sind Menschen und viele von ihnen mögen Hunde. Ich finde es schön, einem Kind, das an meinem Hund interessiert ist, den Kontakt zu ermöglichen. Wie bereits weiter oben geschrieben, jedoch unter meiner Kontrolle.

Einem Kind, das mich freudig fragt, ob es Kontakt zu meinem Hund aufnehmen und allenfalls irgendein Kommando geben darf, zu erklären, wie der Kontext "Kommando - Sinn" für mich aussieht und warum das so ist, ist für ein Kind weder wirklich verständlich noch interessant. Das Kind agiert kindlich, es agiert spontan, es agiert freudig. Es möchte einfach nur Kontakt zu meinem Hund. Und das finde ich schön und möchte ich nicht unterbinden.

Da meine Hunde auch allerlei aus Hundesicht total unnötigen Tricks erlernen, finde ich es auch akzeptabel, wenn mal ein Kind so einen Trick mit meinem Hund ausführt. Solange ich es anleite und beide gut beobachte und vorallem dosiere.

Ein wildfremdes Kind, das mit seinem Mami daherspaziert kommt und dann fragt, ob es den Hund streicheln darf, das lasse ich sicher dann nicht weiss ich was an meinem Hund machen. Aber ich knie mich zu Kind und Hund runter, es darf gestreichelt werden und ich stehe allenfalls erklärend beiseite, falls das nötig ist, und beende den Kontakt auch wieder, wenn's genügt.

Bei Kindern, die ich gut kenne, zum Beispiel unsere diversen Nachbarskinder, von denen einige anfangs Panik vor meinen Hunden hatten, gehe ich durchaus gerne auch mal etwas weiter. Wenn der kleine D. von obendran seine Panik etwas abbauen kann, in dem er von Yanchi "Sitz" und "Rolle" verlangen darf und das auch mal zweimal hintereinander, und sich dann freut wie sonstwas, und ich damit erreiche, dass er nicht mehr hyperventilierend und halb zusammenbrechend herumschreit, sobald er uns sieht, und nun Yanchi sogar streichelt...dann finde ich das einfach nur wunderschön.

Kinder wollen fasziniert und gepackt werden, um ihre Angst zu verlieren. Das kriege ich nicht hin, in dem ich jeglichen "sinnfreien" Kontakt verbiete. Vom "Hunde-aus-der-Ferne"-betrachten lernen sie nicht, sich weniger panisch (oder auch werniger grob, weniger stürmisch, weniger fordernd, weniger zaghaft...) zu verhalten. Durch kleine Tricks aber, die sie zum Lachen bringen und sie neugierig auf die Spezies Hund machen, kann ich sie fesseln und an den Hund heranführen.

Natürlich erkläre ich dem kleinen D. und all seinen hundeinteressierten Freunden durchaus, warum es reichen muss, den Trick ein- oder höchstens zweimal zu sehen und warum ich da Grenzen setze. Und das verstehen sie in der Regel auch sehr gut. Eben, und falls nicht, und mich fragen, warum denn, dann zeige ihn ihnen Beispiele an ihnen selber auf. Und dann respektieren sie das.

Die andere Variante wäre, gar keine Kinder an Yanchi ranzulassen, aus den von Eva und Erica genannten Gründen. Wenn's um Sinn und Unsinn geht, dann müsste ich bereits ein Streicheln unterbinden...macht ja auch keinen Sinn für den Hund, von Fremden gestreichelt zu werden. Das ist für mich aber keine Option. Ich finde es schön, Kindern den Kontakt zu Hunden zu ermöglichen - aber wie gesagt, das muss kontrolliert geschehen!

Einen Sinn macht's für Yanchi dann durchaus doch, ein Kommando eines Kindes zu befolgen: Es gibt dann nämlich ein Gutzi. ;) Sie freut sich, mit Kindern zu interagieren...also warum nicht. Es ist kein Zwang. Wenn sie nicht will, macht sie's nicht und dann muss sie auch nicht und dann lernt das Kind, dies zu respektieren.

Ein Spielzeug ist mein Hund deswegen noch lange für das Kind, genau so wenig, wie für mich.

Und doch, ich finde, für Kinder macht's einen Sinn, den Hund sitzen und Pfötchen geben zu lassen. Sie freuen sich, mit dem Hund etwas zu erreichen, sie haben ein Erfolgserlebnis. Zumal sie sich auf die "richtige Weise" einbringen müssen, damit der Hund das Kommando ausführt. Ausserdem lernen sie von mir dann aber auch, dass sie nicht nur vom Hund verlangen, sondern dass dieser auch gelobt werden möchte, wenn er etwas für sie ausführt. Und ich zeige dem Kind wiederum, wie es Yanchi loben kann.

Bei D. ist das sehr eindrücklich: Anfangs, als er sich dann die ersten Male getraut hat, von Yanchi ein "Sitz" zu verlangen, geschah das so herrisch, und nachdem sie sich gesetzt hatte, wollte er ihr immer gleich wieder befehlen, aufzustehen und nochmals "Sitz" zu machen. Und genau das macht dann eben für niemanden Sinn. Ich habe ihm dann erklärt, wiederum an Beispielen, die er als kleiner Mensch nachvollziehen kann, warum er a) nicht so rumbefehlen muss und b) warum ein Lob dazu gehört.
Heute sagt er ein Kommando sehr freundlich, sehr freudig, sehr lieb. Und dann, wenn Yanchi es ausführt, sagt er selbständig und motivierend "braaave Yanchi!". Er hat also was gelernt dabei und es wirklich verstanden. Und das macht für mich durchaus sehr viel Sinn.

Ich glaube, es macht für ein Kind eher weniger Sinn, wenn ich den Kontakt unterbinde. Ich glaube, Kinder lernen eher, respektvoll und mit Grenzen mit dem Hund umzugehen, wenn sie gewisse Dinge DÜRFEN, aber eben an ein akzeptables Mass herangeführt werden. Und kindgerechte Erklärungen erhalten, was wann warum ja und was wann warum nein. Wenn sie nie dürfen...wie sollen sie lernen, wo die Grenzen sind und wie sie sich Hunden gegenüber zu verhalten haben?

Kontrolle ist für mich das Schlagwort bei dem Ganzen. Kontrolle und Kommunikation mit dem Kind. Und natürlich ein Hund, der absolut "sauber" ist gegenüber Kindern.

Und für mich kommt dann immer gleich wieder die Grundsatzfrage auf: Wenn ein "sinnfreies" Kommando wie "Pfote geben" bereits respektlos ist dem Hund gegenüber...dürfen wir dann überhaupt Hunde halten? Ist es dann nicht auch respektlos, den Hund in eine Box zu sperren und mit ihm im Auto rumzufahren? Ihn vom Tierarzt begrapschen zu lassen? Ihm Halsbänder anzuziehen? ÖV zu fahren? Welchen Sinn macht das aus HUNDEsicht? Unsere ganze Hundehaltung ist für den Hund oftmals relativ sinn-arm. Ob er jetzt mal noch einen Trick erlernt und den auch zeigt, oder nicht, kommt meiner Meinung nach nicht mehr so extrem drauf an.
And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

Bea2521

Alphadoggie

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11

Montag, 20. Oktober 2014, 14:59

@bluenote :klatschen: :good:
Das Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt!

Bluenote

Admindoggie

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Doggie(s): *Shirin* Schnauzer-Mix

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Beruf: Diplomierte Verpeiltheit

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12

Montag, 20. Oktober 2014, 15:02

Also ich find ja alle Ansichten ok, das ist lediglich MEINE. :d
And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

inhii

Alphadoggie

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Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

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13

Montag, 20. Oktober 2014, 15:24

Ich habe ja keine Kinder und eigentlich auch nie welche zu besuch, wenn dann treffe ich sie auf der Liegenschaftswiese oder sonst wo... aber auch eher selten.

So habe ich natürlich jeder Zeit die Wahl, will ich überhaupt meine Hundis ,,herhalten,, lassen oder heute nicht (von 20x fragen, dürfen sie 1x was mit den Hundis machen). Wenn ja, dann bestimme auch ich was gemacht wird. Also ob streicheln, füttern oder Kunststückli machen.

Meine machen das mit weil die Kids dann Leckerlis haben als Belohnung ;) :d . Ich zeige ihnen ruhig vor wie das Kommando geht dann soll das Kind es nachmachen. Es klappt zu 99% auch (ausser das Kind macht einen ,,Fehler,, so dass es die Hundis nicht kapieren). Dann haben sie eine Riesenfreude und logisch wollen viele Kinder dann mehr und mehr :huh: . Weils eben so gut ging und sie sich dann gut fühlen. Aber ich finde meine Hunde sterben nicht wenn sie was tun mit Kinder oder Fremden (es tut ihnen sogar gut), sie machen es ja aus Freude. Dann machen sie eben ein Winken, Pfötchen, Männchen oder was auch immer. :nicken:

Es liegt aber dann an mir als Besitzer zu sehen wenn die Hunde nicht mehr so wollen. Oder wenn die Kinder auch überborden und hektisch/laut werden. Grad wenn es mehrere sind dann gibt es schnell eine Hektik und alle reden auf einmal :rolleyes: . Dann lege ich eine Reihenfolge fest, eines darf machen die Anderen müssen zurück und zusehen. :noidea: Hören sie nicht, dann ist Schluss, sage warum Schluss ist und gehe weg.

So bin ich in der günstigen Position es jeder Zeit abzubrechen, aus welchen Gründen auch immer. Kinder drehen auf und hören nicht mehr auf mich, Hund will nicht mehr oder wird langsam müde, Leckerchen gehen aus ;) Oder was auch immer. Da kann ich ja dann weiss ich was für,, Ausreden,, einfallen lassen. Von sie müssen nun schlafen gehen weil sie müde sind, sie wollen nun nach Hause was Abendessen, oder ich habe keine Leckerchen mehr da, sie sind nun müde und mögen nicht mehr. Oder aber von Anfang an, Heute habe ich keine Zeit sie müssen aufs Pipi machen gehen. :hihi: Was ja dann alles auch stimmt und die Kinder verstehen dass und wünschen den Hunden eine gute Nacht :d

Ich finde ein Hund kann von mir aus auch von anderen Leuten Kommandos ausführen aber unter meiner Anleitung, wann ich es will und so lange ich es zulasse. Es liegt an mir zu sehen wenn die Hundis abstellen und Ruhe wollen und dann kann ich einfach gehen. Aber das kann ich halt nur weil es nicht meine Kinder sind und ich jeder Zeit ,,flüchten,, kann. :nicken:

Generell kommen aber solche ,,Aktionen,, eher selten vor.

Tabasco

Sportdoggie

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14

Montag, 20. Oktober 2014, 20:17

Ich denke, es kommt auch sehr auf den Hund an.

Wenn man wie ich einen Hund hat, der Menschen und im Speziellen Kinder sehr liebt, dann kann das für beide (Kinder UND Hund) eine Win/Win-Situation sein:
Das Kind kann sich voll auf einen Hund einlassen, sowohl körperlich mit streicheln und vielleicht sogar etwas rum toben. Es kann aber auch lernen, dass ein Hund gerne mit dem Menschen etwas zusammen macht, sei es ein paar Tricks zeigen oder einem interessanten Suchspiel.

Wenn es sowohl dem Kind wie dem Hund Freude macht, finde ich es toll und freue mich darüber. Das ist doch eine Bereicherung für beide.

15

Montag, 20. Oktober 2014, 20:37

Ich finde Bluenotes Post hat für mich nachvollziehbare Argumente und sehe es als Gegensatz/Ausgleich zu meinem.

Ganz grundsätzlich habe ich da eine kritische Einstellung. Den Hund mit zirzensischen Lektionen vorzustellen, mit Rolle und Männchen usw. zur Erheiterung und zum Stressabbau für Kinder mag ja funktionieren. Nur vermittelt es meiner Meinung nach ein Bild vom Hund, dem er nicht entspricht. Dem putzigen, lieben und lustigen Tier.

So führt es unter Umständen von der extreme Angst vor Hunden zur Verharmlosung derselben. Von einem Extrem zum nächsten Extrem.

Das kann beim Kind zu einem grossen Missverständnis führen, ja sogar gefährlich werden. Ich finde es auch heute noch angebracht den Kinder Respekt vor Tieren, Hunden zu lernen. Zum Beispiel einen fremden Hund nicht einfach anzugrapschen, ihn zu bedrängen, oder auf ihn kreischend frontal zuzurennen. Verhält man sich als Kind rücksichtsvoll, beachtet ein paar Regeln, dann droht von einem Hund in der Regel keine Gefahr.

Zitat

Die andere Variante wäre, gar keine Kinder an Yanchi ranzulassen, aus den von Eva und Erica genannten Gründen.
Oh, nein, meine Hunde hatten immer Kontakt mit Kindern. Ich stellte sie nur nie als Spielzeug, oder zum Kommadoausführen zur Verfügung und verlange dann aber vom Kind, es soll von selbst Mass halten, wie es die TE im Eingangspost fragte.

In der Zeit von Cesars Leben habe ich auch meine 3 Jungs grossgezogen. Niemals wäre einem von ihnen in den Sinn gekommen, Cäsar 20x sitz machen zu lassen, oder ein Männchen von ihm zu verlangen. Aber wenn jemand Fremdes aufs Grundstück kam und einer der Jungs rief Cäsar zu sich und sagte dann zu ihm sitz, dann folgte Cäsar.
Sie hatten aber auch Spass miteinander und ihre Spielrituale. An deren Entstehung war Cäsar jedoch ebenfalls beteiligt. Z.B. Ballspiele, Sachen verstecken, sich selbst verstecken und Cäsar suchte sie. Aber rumkommandiert wurde der Hund nicht. Und so verlangten wir es auch von den Freunden unserer Söhne.

Ich habe immer wieder Kinder und Jugendliche aus der Verwandschaft/Bekanntschaft mitunter bei Spaziergänge oder Wanderungen mit dabei. Da zeige ich ihnen am Hund, was er nun "spricht" (z.b. dass angeblich freudige Abschlecken durchaus Stress ausdrücken kann und der Hund nur beschwichtigt), und was er uns nun signalisiert, wenn er z.B. vorsteht. Zeige wie er eine Fährte läuft, wie er "verlorene" Sachen findet und wie er sie findet, wenn sie sich verstecken und zeige aber auch, was respektlos und aufdringlich für einen Hund ist und welche Situationen zu Missverständnissen mit Hunden führen können.

Ich hatte bisher fleissige Zuhörer und Mitspieler, ohne dass sie Kimba knuddeln durften oder Kommandos geben. Wie gross war dann jedesmal die Freude, wenn Kimba nach gewisser Zeit von sich aus Kontakt aufnahm und das Kind integrierte. Doch den Einstieg und Zugang zum Hund mussten sie sich erst durch richtiges Verhalten und mit Geduld verdienen.

Und jetzt ein anderes Erlebnis, ich wollte es eh noch posten, aber nun passts gerade.

Vor ein paar Tagen war vor dem Coop in Engelberg eine Bernersennhündin in einer Ecke des Hauses angebunden. Eine dieser knuffigen, bildschön gezeichneten Hündinnen. Ich sah, während ich fürs Parkieren zahlte, 3 Kinder beim Hund. Ein Kind streichelte ihn, eines umarmte ihn von vorn und ein Kind setze sich neben den sitzenden Hund und legte sich auf ihn, umarmte ihn von seitlich/hinten. Der Hund stand auf und drängte sich rückwärts in die Ecke und hechelte, die Kinder hingen mehr oder weniger weiter an und auf ihm. Sie forderten den Vater auf, ein Bild von ihnen zu machen. Ja, die Eltern standen beide mit dabei. Der Vater zückte das Handy.

Ich kenne die Hündin (sie ist eine junge Hündin mit freundlichem Charakter, lebt aber nicht mit Kindern zusammen) fragte aber vorsichtshalber die Kinder, ob das ihr Hund sei? sie verneinten. Ich fragte sie, ob sie den Hund kennen, sie sagten nein. Ich erklärte den Kindern dann (wirklich ruhig und freundlich), dass sie den Hund gerade massiv bedrängen, der sie nicht kennt, nicht weg kann, es ihm sichtlich unangenehm ist und sie grosses Glück hätten, dass er sich nicht wehrt, was sich aber jederzeit ändern kann.
Der Vater explodierte voll, spuckte Gift und Galle, (der spuckte wirklich, so schrie der) ich solle mich nicht einmischen, ich sei nur drauf aus ihnen den Tag zu verderben, das ginge mich alles garnichts an (das Ganze garniert mit deftigen Schimpfwörter) Ich meinte nur, dass mich das sehr wohl was anginge, habe ich doch in meinem Berufsleben auf dem Notfall immer wieder Kindergesichter zusammengeflickt, als genau solche Situationen eskalierten. Die Kinder waren für die Zukunft entstellt und der Hund eingeschläfert. Beides - wenn möglich - zu verhindern, erachte ich als meine Pflicht.

Ich weiss es ist ein extremes Beispiel....doch den Hund als was harmloses und putziges darzustellen und vorzuführen, ihn dazu auch noch zur Verfügung zu stellen, führt meines Erachtens nicht in die richtige Richtung zu einen Umgang ohne Angst, aber doch mit gesunden Respekt.

Gruss Eva

jeeny

Wachdoggie

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Doggie(s): Molly (Border Collie)

Beruf: Physiotherapeutin

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16

Montag, 20. Oktober 2014, 21:15

Grad noch zu dem Beispiel was...Ich glaub viele Eltern wissen einfach so nicht Bescheid über Tiere klar können es die Kinder nicht lernen!! Dieser Vater zeigts ja...
Mir kommt grad ein Beispiel in den Sinn hatte vor einigen Jahren, in der 4. Klasse eine Kollegin die recht streng erzogen war, Tiere waren absolut tabu. Naja sie war täglich mit mir unterwegs iich wo jede Schnecke rette und jeder Katze "hallo" sage beim Durchlaufen. Sie konnte damit si gar nix anfangen ich erklärte ihr dann oft was über die Tiere und ab und zu war sie mit unserer Familie bei Wanderungen dabei, da sah sie hald Kühe und sah, dass wir die Tiere mochten und wir wollten ihr ja zeigen dass Tiere toll sind! Sie hatte immer Angst wollte nicht mal unsere Katze streicheln...
Und dann waren wir irgendwann unterwegs sie und meine Mutter und ich, auf engem Weglein kreuzten wir eine Frau mit grösserem Hund an der Leine. Und was macht meine Kollegin?!!! Geht mit vorgestreckter Hand voll auf den Hund zu und streichelt ihn am Kopf. Meiner Mutter und mir blieb fast das Herz stehen!! Einfach so hastig einen fremden Hund streicheln beim Durchlaufen?!!

Das war für mich ein Erlebnis wo ich nie mehr vergesse...für sie wars total unverständlich wieso sie jetzt hier nicht durfte??

Ich bin so froh, habe ich schon von klein an gelernt mit Tieren umzugehen, sie zu respektieren als Lebewesen wie wir! Später ist es viel schwieriger das "Gspüri" für Tiere zu entwickeln weil man so keinen Bezug zu ihnen hat...
Du kannst nicht alle Hunde dieser Welt retten, aber die ganze Welt dieses einen Hundes.

Bea2521

Alphadoggie

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17

Montag, 20. Oktober 2014, 22:21

@damisi, man könnte natürlich nun aber auch sagen, das man an so einem Ort in Engelberg sicher kein Hund vor den Coop anleint, warum? Weil Engelberg nun mal wirklich ein sehr grosses Dorf ist wo es sehr viele Leute hat. Da gehört nun mal kein Hund hin, aus meiner Sicht ist es nicht korrekt nur den Leuten Vorwürfe zu machen, die da den Hund bedrängt haben. Sie wussten es schliesslich nicht besser. Genauso gut könnte man der HH Vorwürfe machen.
Ja ich kenne Engelberg sehr gut und mir würde es nie in den Sinn kommen da Jacky an zu leinen, ist ja klar das sie da "Freiwild" wäre. Nur schon wegen den Touristen! Da gibt es genug davon, welche aus kulturellem Hintergrund absolut keine Ahnung von Hunden haben.
Aber ja es war gut das du reagiert hast! aber eben...

Ich denke es ist nicht richtig anderen Leuten einen Vorwurf zu machen, welche einfach kein Interesse an Tieren haben und daher halt falsch reagieren. Es liegt einzig und alleine an uns HH das es gar nicht erst zu solchen Situationen kommen kann.
Das Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt!

Psovaya Borzaya

Alphadoggie

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Doggie(s): ein barsoi und ein whippet

Wohnort: Balterswil TG

Beruf: dipl. pflegefachfrau, 20% pensum im nachtdienst

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18

Montag, 20. Oktober 2014, 22:28

ich hatte schon viele kinder, aber bislang noch keine solchen, die 20 mal pfötchengeben verlangten. hätte ich natürlich auch nicht zugelassen. allerdings hab ich drei hunde, das verteilt sich schon mal. ausserdem, wenn meine was nicht wollen, bringt nichts und niemand dazu, es doch zu tun. sie legen sich dann einfach hin, stupsen den menschen mit der nase ins gesicht oder machen sonst irgendwelche mätzchen. stressen lassen die sich nicht (von menschen).
meine lieben kinder und viele kinder lieben meine sanften riesen. die kleine sieht in kindern so eine art persönlcihe entertainer, nur gemacht um sie zu bespassen.
ich find es ok, kinder mit meinen hunden in kontakt treten zu lassen. befehlsempfänger sind sie keine, auch nicht für mich. selber hab ich keine kinder und daher sind mein erfahrungen halt doch nicht sooo umfangreich und eigentlich immer von kindern, die unterwegs waren wenn wir auch unterwegs sind. die ziehen früher oder später, meist eher früher, wieder weiter und gut ist. das ist eine kurze zeitspanne, in der meine hunde problemlos klar kommen.
kinder die selber hunde haben, wissen oft recht gut, was sie dürfen und was nicht und achten oft auch sehr gut auf die hunde und ihre ausdrucksweise. aber ganz egal welche situation wir haben: ich bin der "hüter meiner hunde" und bestimme was geht und was nicht. und ich greife immer zu früh ein, denn zu spät wär mir zu gefährlich. wichtig find ich, kindern freundlich und altersgerecht zu erklären warum etwas so und nicht anders ist.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

Bluenote

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Montag, 20. Oktober 2014, 22:31

@ Eva: Ich stimme dir voll und ganz zu. Ich denke, lediglich beim Thema "Hund vorführen" und "Kommandos verlangen" sind wir anderer Meinung. Ich sehe an "unnötigen Tricks" nichts Verwerfliches, solange ich den Hund nicht dazu vergewaltige, sie auszuführen. Aber unterschiedliche Ansichten sind ja völlig in Ordnung. :smile:

Was mir einfach noch wichtig ist, betont zu haben: Dem Kind zu erlauben, einen Trick mit dem Hund auszuführen, schliesst das Beibringen von Respekt ja nicht aus. Auch ich zeige diesen Kids diverse Dinge auf, erkläre ihnen körpersprachliche Zeichen des Hundes. Und ebenso fliesst bei mir auch mit ein, dass nicht alle Hunde lieb und knuddelig und dazu geeignet sind, irgendwelche für das Kind witzigen Dinge auszuführen.

Meine Nachbarkids hören von mir z.B. auch, dass sie IMMER zuerst fragen müssen, bevor sie sich einem Hund nähern, weil nicht jeder Hund Kontakt mag. Selbst bei Yanchi möchte ich, dass sie erst fragen vor dem direkten Kontakt. Ich habe ihnen auch gezeigt, wie sie auf einen Hund zugehen können, ohne ihn aktiv zu bedrängen.

Und und und...das gehört für mich alles zum Gesamtpaket dazu. Eben auch mal ein Trickli, wenn es zur Situation passt...aber eben auch die anderen - wichtigeren - Dinge liegen mir am Herzen.

Ich finde, es gibt nicht nur Schwarz und Weiss...ich kann verschiedene Komponenten miteinbeziehen, ohne dabei Wertvolles und Wichtiges zu vernachlässigen.

Grad für ein "Panikkind" beispielsweise, finde ich die Botschaft "ein Hund kann AUCH lustig sein", ziemlich förderlich. WENN alle anderen Botschaften ganz genau so miteinfliessen!

So...jetzt habe ich die langweilige Forchbahnfahrt voll schnell hinter mich gebracht, weil ich den Text auf dem Handy getippt hab. :thumbsup:
And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

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Dienstag, 21. Oktober 2014, 11:27

Ja, Bluenote und Psovaya Borzaya ihr sagt ganz wichtige Dinge. Ihr erklärt und macht ein Gesamtpacket daraus. Und vor allem lasst ihr nicht zu, dass es ausartet.

Und ja, ich habe eine persönliche Abneigung den Hund zirzensisch vorzuführen. Es rührt mich wirklich seltsam an. Zudem habe ich einen Hund, der in der Welpenkiste von Kindern extrem belästigt, bis hin zu knuddel-und knutschgequält wurde. Damit hatten wir Jahre zu tun, bis da wieder Vertrauen entstand.

Und mir ist einfach wichtig, den Hund nicht als niedlich, putzig und harmlos darzustellen.

Denn mit Abstand die meisten Beissunfälle an Kinder geschehen in der Familie, oder mit einem bekannten Hund, der, von allen bestätigt....Kinder doch so liebt......

Die TE schreibt

Zitat

Nach dem 50 mal pfötchen gebe und 20 mal sitzen und platz machen, hatte amy auch genug. Ich bat sie doch nicht meinen hund so herrum zu
kommandieren.
Da ist der Ansatz etwas zu ändern doch nicht die Kinder....

Bea@ Dass die HH den Hund vor dem Coop anbindet ist das eine und eine andere Geschichte. Bewusst habe ich mich nicht auf diese Dummheit bezogen.

Aber heisst das jetzt, wenn sich jemand verantwortungslos/fahrlässig/leichtsinnig verhält und indirekt andere gefährdet (die HH, die den Hund da anbindet und alleine lässt) entbindet das automatisch andere in der Verantwortung stehende Menschen? Berechtigt sie deshalb, sich ebenfalls verantwortung-los - lassend zu verhalten? Weil die andere ist ja "Schuld"?
Selbst wenn einem der gesunde Menschenverstand sagen sollte, ich gefährde gerade meine Kinder und schaue zu weil, wenn was passiert....ja dann ist die Schuld, die den Hund da angebunden hat?

Rechtlich? vermutlich...leider.
Moralisch, als Vater, als Mutter?...erbärmlich versagt!

Zitat

Bea@ Ich denke es ist nicht richtig anderen Leuten einen Vorwurf zu machen,
welche einfach kein Interesse an Tieren haben und daher halt falsch
reagieren.
Doch, 2x doch.

Einmal, weil die Leute hatten Interesse an Tieren. Sehr sogar, so sehr, dass sie dachten, so einen süssen, lieb dreinsehenden Hund kann man als Fremder einfach umarmen und knuddeln. Und zweites "Doch" ich habe es gepostet, weil es für mich als Beispiel im direkten Zusammenhang zur Eingangsfrage im Bezug zum fehlenden Respekt vor Hunden steht! Wenn ich Kindern vermittle, dass ein Hund herzig und harmlos ist, dann kann es genau zu solchen Situationen führen.

Denn das Leben ist voll von Begegnungen mit fehlbaren Menschen und den Gefahren, die dieses Fehlverhalten mit sich bringt (siehe Strassenverkehr, z.B. Zebrastreifen).
Mitunter gehört man sogar selbst zu ihnen. Wie gut, wenn man dann einem EIGEN-VERANTWORTLICHEN Menschen trifft, der für sich selbst und für die ihm Anvertrauten zuverlässig Verantwortung übernimmt und sie nicht "abgibt" an den momentan Fehlbaren.

Dein Post zeigt mir den zeitgeistigen Paradigmawechsel auf, der mir sehr, sehr Mühe macht. Ja, den ich mit steigendem Entsetzen beobachte.

Zu denken, ich habe ein Recht auf ein ungefährliches Leben, die anderen sollen sich gefälligst so verhalten, damit ich auf nix mehr selbst aufpassen muss.

Dieses Abgeben/Aufgeben von Eigen-Verantwortung! Dieses Reinschlittern in ein fremdbestimmtes und abhängiges Leben.....

Gruss Eva