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Lagotto

Sportdoggie

  • »Lagotto« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 14. November 2014, 18:02

Rüde trifft auf Rüde

Wir haben immer wieder Hundebegegnungen, wo die HH oder der HH (aber meistens sind es Frauen ;) ) mir sagt, dass unsere Hunde sich besser nicht beschnüffeln sollten, da es ja zwei Rüden sind und meiner dann auch noch unkastriert, das geht gar nicht...
Ich sehe da kein Problem, wenn man den Hunden genug Platz lässt und sie ausweichen können.

Wie seht ihr das und welche Erfahrungen macht ihr beim Aufeinandertreffen des gleichen Geschlechts?
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

Labrador

Wachdoggie

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Doggie(s): Akito (2014), Shiba Inu und Ebba (2012), Labrador

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2

Freitag, 14. November 2014, 18:34

Ich bin absolut Pro Hundebegegnung, gerade mit Rüden. Aber: nicht an der Leine. Freie, saubere Hunde können sich sehr wohl anständig begegnen. Auch intakte Rüden können das.
Viele HH wollen dem "Problem" (wie verhält sich mein Hund gegenüber Artgenossen) schlicht aus dem Weg gehen, anstatt zu analysieren, was sie eventuell falsch machen und was sie ihrem Hund beibringen sollen.

Aline

Wachdoggie

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Doggie(s): Jaro, Aussie, Beluga, Schapendoes

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3

Freitag, 14. November 2014, 18:38

Immer wieder aktuelles Thema ;)

Wenn Jaro an der Leine ist, und er zieht gegen den Hund, spannt das die Leine und ich merke, wie er sich in diesem Moment auch anspannt. Er zeigt grundsätzlich nur Neugier bis dahin, sobald die Leine straff ist schlägt die Stimmung aber oft um.
Darum muss ich mich bei den Begegnungen konzentrieren und schnell handeln, denn ich will nicht, dass er in die Leine springt (egal ob Hündin oder Rüde).

Deutlich entspannter erlebe ich es ohne Leine. Jaro läuft zum Hund, aber nur soweit, wie es ihm wohl ist. Dann läuft die Begegnung oft harmlos ab. Manchmal ein Knurren, Drohen, aber wirklich aggressiv gings noch nie zu und her.
Wenn da aber die Besitzer (also zB ich) reinreden wollen, weil sie nervös sind, dann verspannt sich die Situation auch meist.
Ich bin darum immer froh, wenn ich Jaro nicht an die Leine nehmen muss.
Aber ist schon spannend, wie viele Feinheiten man da beobachten kann... Habe da mit Jaro definitiv viel gelernt!

Holger

Wachdoggie

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4

Freitag, 14. November 2014, 18:42

Ich richte mich nach den Ängsten der anderen Besitzer. Weder Tibby noch andere Hunde haben wirkliche Probleme mit Begegnungen ohne Leine.
Mag man sich, dann gibts Kontakt. Mag man sich nicht, gibts entweder Ignoranz oder auch mal Geknurre, Gefauche oder so. So kommunizieren Hunde nun einmal. Und anders als bei uns Menschen funktioniert dies System ja auch.
Ich erleb das im Hotel grad täglich. Es ist UNGLAUBLICH spannend!!!
An der Leine bin ich sehr zurückhaltend, aber auch nicht komplett gegen Kontakte.


Gruss,
Holger

Psovaya Borzaya

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5

Freitag, 14. November 2014, 19:38

das geschlecht spielt mir keine rolle, ich leine grundsätzlich immer an und geh so dem kontakt aus dem weg. ich halte nichts von "die müssen doch mal hallo sagen". von meinen ist eine relativ ängstlich, wird deshalb oft gemobbt, eine andere mag keine aufdringlichen hunde und wird dann auch recht deutlich und die dritte ist grad mal 10 kg, zarte beinchen und die muss auch nicht von einem 20 kg und mehr bulldozzer bestiegen werden (kommt relativ oft vor obwohl sie kastriert ist). abgeleint wird dann, wenn ich sehe es passt, oftmals bleibt die älteste angeleint, eben weil sie sich recht schnell bedrängt fühlt. bei hunden die wir kennen, bleiben sie auch unangeleint.
meine mädels lieben die meisten intakten rüden und können dann auch recht wild tun. habe bislang noch keinen rüden erlebt, den das gestört hätte... aber grundsätzlich respektieren wir die wünsche der andern und wünschen uns, dass man dies auch bei uns tut, leider hapert es daran oft. meine älteste darf auch kontakt an der leine haben, da ich sie ausnahmslos immer anleine bei unbekannten hunden und erst schauen muss, ob ich ableinen kann. dazu brauch ich den andern hund an ihr dran.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

Tabasco

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6

Freitag, 14. November 2014, 20:49

Zitat


Ich sehe da kein Problem, wenn man den Hunden genug Platz lässt und sie ausweichen können.

Das kommt wohl ganz auf die Hunde an. Bei meinem Rüden sehe ich ein Problem, auch wenn genügend Platz zum Ausweichen vorhanden ist. Es weichen nicht alle Hunde aus.

Bereits vor mehreren Jahrzehnten gab es häufig den Ruf "ist es ein Rüde?", wo man dann wusste, dass es schlauer ist, den eigenen Rüden nicht hin zu lassen. Da damals kaum ein Rüde kastriert war, gab es schon ab und zu kleinere Blessuren, was aber als normal betrachtet wurde. Rüdengetue halt.
Nur in der heutigen Zeit mit Meldung jeder Bissverletzung will natürlich kaum mehr jemand ein Risiko eingehen, wenn man sich seines Hundes, bzw. dessen Verhaltens gegenüber eines fremden Rüden nicht ganz sicher ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tabasco« (14. November 2014, 21:03)


Lagotto

Sportdoggie

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7

Freitag, 14. November 2014, 21:59

Das "Problem", intakter Rüde, verstehe ich nicht (nicht provokativ gemeint).
Vielleicht habe ich mit meinem Rüden einfach Glück, egal ob er angeleint ist oder nicht, er begegnet jedem freundlich. Erst wenn der andere Rüde, egal ob kastriert oder nicht, knurrt und anspannt, reagiert er entsprechend darauf. Deshalb lasse ich (fast) immer die Hundebegegnung zu. Liegt auch daran, dass viele unserer Begegnungen mit freilaufenden Hunden stattfinden und nur die wenigsten HH ihre Hunde zurückrufen, auch wenn sie sehen, dass meiner angeleint ist. Darum habe ich meistens die Schlepp dran, da hat mein Hund dann die Möglichkeit zu reagieren. Bis jetzt ging es immer gut. Genau wie Labrador, sehe ich die Unsicherheit bei den Hundehaltern. Hundebegegnungen mit angespannter Leine am Halsband wird leider von vielen HH praktiziert.
Um es zu verkürzen, "Rüdengetue" kenne ich nicht und denke dabei nicht nur an meinen Rüden. Habe eher den Eindruck, das ist menschengemacht (Einfluss des Menschen auf den Hund).
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

inhii

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8

Freitag, 14. November 2014, 22:22

Ich habe ja selber keine Rüden und hatte noch nie welche. Aber ich denke viele Leute haben einfach etwas Angst, dass was passieren könnte. :noidea: Oder haben evtl. auch einfach schon gewisse Sachen erlebt wo nicht schön waren.

Früher war es fast andersrum, bei meiner ersten Hündin merkte ich auf einmal eine Phase wo man keine Hündinnen zusammen liess. Auf einmal war das in den Köpfen der Leute, hiess es ich habe eine Hündin, rissen sie ihre Hündinnen weg... :huh: Dann hiess es von den Leuten, Rüden tun nur immer so als ob und passiert nie was, aber Hündinnen, die beissen sich bis zum Ende. :gruebel1: :rolleyes: Naja, keine Ahnung woher es kommt.

Als Rüdenbesitzer (und natürlich auch Hündinnenbesitzer) wäre es mir aber wichtig, dass ich nicht bei jeder Sichtung des selben Geschlechts ein Tamtam habe. Sie müssen nicht mit allem dicke Freunde sein und spielen, aber sich akzeptieren und leben lassen ;)

Aline

Wachdoggie

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9

Freitag, 14. November 2014, 22:42

Begegnungen an der Leine lasse ich wenn immer möglich nicht zu. Auch wenn sich die Hunde vertragen, zu schnell mischt da meine Anspannung mit und ich will irgendwie einwirken. Obwohl da auch die meisten Begegnungen gut gehen würden. Aber an der Leine bestimme ICH mit welchem Hund Kontakt aufgenommen wird und mit welchem nicht (das wäre also bis auf ganz enge "Kumpels" gar kein Hund).
Interessant war da eine Situation in der HuSchu. Ich habe da mit meiner Trainerin noch über das Thema Leine und Hundebegegnung gesprochen, da wollte ich ihr zeigen, wie schnell sich Jaro anspannt, wenn die Leine straff ist. Ich spanne die Leine und eine Sekunde später kommt der Rüde meiner Trainerin angeschossen ( auch er an der Leine, ist also nichts passiert) - das hat mich sehr beeindruckt, wie wenig es braucht! Jaro hat übrigens durch den Zaun zu einem anderen Hund geschaut, dazwischen stand ein Stuhl mit Apportierholz. Die Ressource war sicher auch ein Thema beim anderen Hund, aber trotzdem wurde die Reaktion genau in dem Moment ausgelöst und ich bin sicher, der letzte Funke war die Anspannung.

Aber zurück zum Thema, ich lobe Jaro auch immer, wenn die Begegnung sehr gut verläuft! Es ist mir wichtig, dass ich ihn bestärke, wenn er Konflikten aus dem Weg geht. Und eine wirklich heftige Rauferei (mit Verletzungen) hatte er zum Glück bisher noch nie.

Holger

Wachdoggie

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10

Samstag, 15. November 2014, 07:28

Ich senke auch, die Hunde werden zunehmend mit Blick auf die Risiken anstatt mit Blick auf die Möglichkeiten erzogen. Und zusätzlich ihrer Sprache beraubt.
Und kann es womöglich sein, dass viele HH heimlich glauben, ihr Hund müsse in solchen Situationen als "Sieger" vom Platz gehen?


Gruss,
Holger

11

Samstag, 15. November 2014, 10:51


Ich senke auch, die Hunde werden zunehmend mit Blick auf die Risiken anstatt mit Blick auf die Möglichkeiten erzogen. Und zusätzlich ihrer Sprache beraubt.
Und kann es womöglich sein, dass viele HH heimlich glauben, ihr Hund müsse in solchen Situationen als "Sieger" vom Platz gehen?


Gruss,
Holger
Ja, das sehe ich auch so.

Leider ist es heute so, dass jeglich "aggressive" Auseinandersetzung unter Hunden, wohlgemerkt, auch wenn es nur eine Ansage ist, ein kurzes Gerangel, ein Hund mal drunterliegt, mit einem noch 3x grösserem Getöse der Hundehalter einhergehen kann. Es wird heute jedes Loch im Pelz, jeder Riss in Ohr, ja sogar ein Anbrüller eines Hundes als meldepflichtig angesehen und dem Hund drohen Massnahmen.

Hat man einen Hund, der Provokationen annimmt und sie auf Hundeart regelt (in der Regel ohne wirkliche Verletzungen) läuft man Gefahr eine Anzeige zu kassieren. Obwohl man seinen Hund an der Leine hatte und der andere HH mit seinem fixierenden, ranstaksenden,querstehenden und Kopf über Schulter legenden..."meiner macht nix-Hund" oder ...."die regeln das schon selbst"....einfach die Bitte ignoriert, doch seinen Hund ranzunehmen und dann Gift und Galle spuckt, wenn dieser eine deftige Ansage von meinem Hund kassiert.

Und ich sage nie...meine macht nix, DIE macht was...
und ich sage nie ...die regeln das schon selbst...weil ich weiss WIE sie "regelt" Kurz, schnell, unmissverständlich und die Sache ist für sie erledigt. Nicht aber für den anderen Hundehalter.

Denn auch das erlebe ich so, den grössten Ärger bekomme ich, wenn Kimba den Rüden eines Machos auf den Rücken legt. (was ja nicht stimmt, der andere Hund legt sich selbst unterordnend) Da habe ich schon Schläge angedroht bekommen, da waren stinkwütende Männer vor mir gestanden und nur dank meines grossen Hundes, der kurz vorher gezeigt hat, dass er sich wehren kann, passierte mir nichts.

So dass ich es garnicht mehr zu spontanan Begegnungen kommen lasse, mit Hunden und deren Halter, die ich nicht kenne.

Ich bin sicher, wenn nicht diese abstruse Drohung der amtstierärztlichen Meldung im Raum stände, dann hätte Kimba wesentlich besser normale Kommunikation unter Hunden bei Erstbegegnungen lernen können. So haben wir es auf gute Hundefreunde von denen ich weiss, dass a) die Hunde gut beobachtet werden und b) zanken sie sich dochmal, kein Drama draus gemacht wird und auf vernünftige, zeitgebende neue Bekanntschaften beschränkt. Spontane Erstbegegnungen lasse ich nicht mehr zu!

Aufgrund dessen stimme ich zu, dass viele Hunde und ihre Hundehalter ganz klar gespannter sind als sie es sein müssten. Ich und Kimba auch.

Gruss Eva

Lia

Sportdoggie

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12

Samstag, 15. November 2014, 11:20

Die meisten Auseinandersetzungen unter Rüden würden wohl unblutig ausgehen. Nur frage ich mich, ob diese Auseinandersetzungen überhaupt nötig sind. Ich nehme meine 2 Jungs lieber zu mir wenn ich sehe, dass ein fremder Rüde entgegen kommt und gehe somit ohne Probleme weiter. In unserem Gebiet hat es so viele Hunde. Die Hunde müssen sich in unserer Umwelt sonst schon stark anpassen. Ich habe nicht das Gefühl, dass sie auch noch mit jedem Hund klar kommen müssen oder dies zuerst regeln müssen. Flash ist sowieso ein "Prügelknabe". Jeder andere Hund merkt seine Unsicherheit auf 100m Entfernung, obwohl er sich fest Mühe gibt und gerne blufft. Wenn einmal ein Hund auf meine losgeht, kommt immer Flash dran. Crischa möchte ihm dann natürlich helfen (ausser er weiss, dass Flash zuvor provoziert hat. Dann ist es ihm egal wenn der "Kleine aufs Dach bekommt") Solche Situationen möchte ich verhindern, somit will ich nicht mit jedem Hund den Kontakt zu lassen. Ausserdem ist die Situation noch um einiges angespannter wenn es überall nach läufigen Hündinnen riecht. Also, lieber die Hunde an die Leine nehmen, kreuzen und wieder frei laufen lassen.... Bevor ich Flash hatte, interessierte sich Crischa eigentlich gar nicht für andere Rüden. Er machte sich ein wenig grösser, lief in einem Bogen um den andern Hund und markierte weiter vorne. Dies fand ich eine super Taktik von ihm. :brav0:

13

Samstag, 15. November 2014, 16:46

Ich hüte ja ab und zu unkastrierte Rüden und da sie mit anderen Hunden sehr sozial und verträglich sind, lasse ich sie frei laufen, auch wenn andere Hunde kommen, die nicht angeleint sind. Sehe da kein Problem. Klar gab es auch schon Mini-Pöbeleien, einmal hat ein Schäferhund den Labbi angefallen, der normalerweise wirklich zu jedem Hund lammfromm ist, aber sich halt wehrt und nicht die andere Wange hinhält ;) Der Schäfer hat dann gemerkt, dass er einen Gegner hat und hörte auf, nur sein HH hat noch blöd rumgemeckert, ich hätt ja sagen können, dass mein Rüde intakt sei, seiner könne halt nicht mit anderen intakten Rüden und als ich dann meinte, er habe ja auch nichts gesagt, dass sein Hund nicht kastriert sei, da blieb er die Antwort schuldig. Die Hunde hatten jedenfalls keine blutigen Schrammen! Ich hatte einfach zuerst einen Schreck, weil es ja nicht mein Hund war! Aber zu angeleinten Hunden gestatte ich keinen Kontakt - generell nicht!
Ansonsten schaue ich immer die entgegenkommenden Hunde resp. ihre Körpersprache an und entscheide dann spontan, ob ich eine Begegnung zulasse oder nicht. Kommt einer schleichend, geduckt und/oder mit stark fixierendem Blick angelaufen, verzichte ich auf Hundekontakte :nicken:

Lagotto

Sportdoggie

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14

Sonntag, 16. November 2014, 21:49

Danke, für Eure Erfahrungen.

Meine Erfahrung ist, dass es eher ein menschgemachtes Problem ist und nicht wirklich unter Hunden besteht.
Letztens habe ich von einer HH zu hören bekommen, deren Rüde an der angespannten Leine am Hals pöbelte, unsere Rüden sind ja gleich alt und dann tun die so... Wohl gemerkt, ihr Hund knurrte, nicht meiner. So etwas habe ich noch nie gehört und eine schwache Erklärung für mangelnde Erziehung seitens des HH. Besser gesagt, schwache Sozialisierung des Hundes (meiner Meinung).
Mittlerweile glaube ich, dass tatsächIich viele HH kaum die Körpersprache ihres Hundes kennen und das Verhalten dann falsch interpretieren.
Die angespannte Leine am Hals erlebe ich fast täglich und habe stark das Gefühl, der Mensch am Ende der Leine ist unsicher und traut seinem Hund nicht.
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

g jeep

Kläfferdoggie

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15

Sonntag, 16. November 2014, 22:02

Mein Rüde mag manche Rüden nicht und wohl auch umgekehrt, von Hündinnen lässt er sich(fast) alles gefallen. Nun unterbinde ich den Kontakt, sobald ich sehe die Situation spannt sich an ( manchmal kommt Jeep auch von sich aus hinter mich). Nein, mein Rüde muss so eine Situation nicht regeln.

Was würde er lernen? Schwächeren gib ich auf die Mütze, bei stärkeren komme ich drunter.

Brauchen wir diese Erkenntnis? Nein, also lassen wir es bleiben. Schlussendlich regle ich solche Dinge und nicht mein Hund.

Zum Glück sehen das die Meisten bei uns ebenso.

Lagotto

Sportdoggie

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16

Montag, 17. November 2014, 13:44

Jeep, teils stimme ich dir zu. Ich löse die Situation auch auf, wenn ich sehe Mann ist sich nicht wohl gesonnen.
Das ist für mich auch gar keine Frage, wer was regelt. Da ist immer der HH gefragt.
Für mich ist eher die Frage, will ein Rüde der Stärkere sein und sich beweisen müssen?
Diesbezüglich denke ich, hängt es sehr vom Menschen ab, der seinen Hund prägt. So jedenfalls meine Erfahrung. Aus meiner Nachbarschaft kenne ich einen HH, der, so vermute ich, es toll findet dass sein Rüde blöd gegen andere Rüden tut und ihn insgeheim darin bestärkt. Auch die Aussage einer anderen HH deren Rüde angeblich etwas gegen unkastrierte Rüden hat, aber sich mit meinem gut versteht. Darum meine Vermutung, dass rüpelnde Rüden eher vom HH dazu gemacht werden. In den meisten Fällen wohl unbewusst.
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

Cudder2011

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17

Dienstag, 18. November 2014, 18:17

Chewii war ganz extrem gegenüber anderen Rüden, vor allem unkastrierte. Nach dem er öfter mal eins auf den Deckel bekam, fing er irgendwann an der Leine an zu pöbeln. Nach der Kastration hat sich die Pöbelei stark gebessert.
Auch bei DoggyHZ hat er sehr viel lernen dürfen und hat von dieser Zeit sehr profitiert.
Mittlerweile pöbelt er kaum noch an der Leine und auch mit anderen Rüden versteht er sich besser.
Ab und zu lässt er aber doch noch den Macho raushängen und ich muss ihn zu mir holen. Er bleibt dann entspannt bei mir oder ich lege ihn irgendwo ab, wo er auch liegen bleibt.
Mit dem Neufundländer erst gerade erlebt. Der Neufi sich total am Wasser efreut und seine "5Minuten" gehabt, Chewii wollte ihn massregeln, weil es ihm zu wild war und der Neufi in seiner Freude hat Chewii einfach ignoriert. Als Chewii dann etwas böse wurde, konnte ich ihn aber abrufen und er blieb bei mir. Das wäre früher nicht möglich gewesen.
Ich habe manchmal noch ein mulmiges Gefühl und begegne lieber Hündinnen, als Rüden, aber es ist schon viel besser geworden.
Wenn wir uns mit vielen anderen Leuten treffen, gehen wir immer erst zusammen ein Stück mit allen an der Leine und Chewii wird als letzter abgeleint. Wenn alle zusammen lospreschen, passt es Chewii gar nicht und so muss er noch ein Stück "Fuss" laufen und darf dann gehen.
Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit.
Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben.
Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.
(Roger Andrew Caras)

Mojito03

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18

Montag, 1. Dezember 2014, 15:46

Wir hatten diese Saison in auf dem Trainingsplatz (Setterclub) 7 Setter alles "intakte" Rüden. Null Probleme. Keine Raufereien.
Roh macht Froh und verleiht Flügel !!!!!!


Kelpie

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19

Montag, 1. Dezember 2014, 16:26

Seit ich selbst nicht mehr so ein Theater mache zwecks anderen Rüden und auch entspannter bin, habe ich viel weniger Theater und pöbeleien.
(gut ich hatte auch Grund dazu, wir hatten einige unschöne Raufereien mit anderen Rüden und ich wurde einfach vorsichtig)

Teils suche ich gezielt Begegnungen, gehe also an Orten mit vielen, freilaufenden Hunden spazieren.
Seit dem hat sich das verhalten meines intakten Rüden enorm gebessert. Er geht nicht mehr nach der "Hau-Drauf-Methode" vor. Nein er vordert manch andere Rüden sogar zum Spielen auf.
Und wenn es doch nicht passt, dann wird mal kurz gedroht, jedoch ohne sich gleich an den Kopf zu springen.
Er geht dem Streit mehrheitlich aus dem Weg. :good:

Bestes Beispiel ist der intakte Rüde meines Nachbarn. Meiner und seiner haben sich sonst nur an der Leine, an Military's getroffen und keiften sich da an was das Zeug hält.
Im Alltag sind wir einander dann immer aus dem Weg gegangen wenn ich meinen intakten dabei hatte.
Bis zu dem Zeitpunkt, als mein Freund, der davon keine Ahnung hatte, mit ihm und den Hunden ne Runde machte. Das klappte super und ich freue mich riesig darüber.

Ich glaube also auch das viele Rüdenprobleme "Hausgemacht" sind.
Sicher nicht alle, aber die meisten. Aber kann es gerade heutzutage sehr gut verstehen, da ja wegen jedem Pieps gleich nen Drama draus gemacht wird.
Beginne jeden Tag mit einem Lächeln und genieße jede Sekunde Deines Lebens.

Joline86

unregistriert

20

Montag, 1. Dezember 2014, 17:26

Genau das mit dem "Drama" ist doch der Punkt. Ich habs grad gestern erlebt, Fionn (unkastriert) rennt mit einer Hündin rum und lässt einen kurzen Knurrer ab, und prompt kommt schon ein Minidrama! Die HH hatte gleich Angst und wollte das Spiel abbrechen, da hab ich sie gebeten sich die Hunde mal anzuschauen. Beide hatten in dem Moment eine entspannte Haltung und alles war i.O., Fionn hat sich einfach einen kurzen Moment unwohl gefühlt und das auch gezeigt. Aber sogar das war ihr schon zu viel. Es ist einfach die ängstliche Haltung der Menschen, die das Gefühl haben, ihre Hunde werden verletzt. Ich kann das bis zu einem gewissen Punkt verstehen, aber viele treibens da ins Extreme und lassen den Hunden nicht genug Zeit und Raum für die Kommunikation.

Als Fionn das erste Mal einen anderen Rüden ankeifte hab ich mich auch erschrocken. Aber mittlerweile weiss ich, dass es einfach "Getue" ist und er das nicht mir der Absicht tut, einen anderen Hund zu verletzen. Er ist mit Rüden momentan einfach etwas unsicher und versucht ab und an, sich aufzuspielen. Wenn nicht die Menschen gleich in Panik verfallen und ihre Hunde einsammeln würden, gäbs auch nicht so ein Drama zwischen den Hunden. Ich hab aber zum Glück auch schon positive Erlebnisse gehabt, die Fionn sehr geholfen haben. Er hat einen jährigen Rottirüden getroffen, und Fionns Körperhaltung hat sich schlagartig angespannt, Haare im Nacken aufgestellt und er hat sich ganz steif bewegt. Andere hätten ihren Hund sofort von meinem weggenommen, aber die HH war total entspannt, weshalb ich einfach auch mal beobachten konnte wies ohne menschliches Eingreifen weitergeht. Und siehe da, die Anspannung und somit auch die Unsicherheit hat sich nach ausgiebiegem Beschnüffeln komplett gelegt. Die zwei sind dann miteinander rumgesaust, Fionn hat sich von ihm jagen lassen und umgekehrt.

Das hat mir eben wieder mal gezeigt, dass viele Probleme hausgemacht sind. Wenn ich Fionn mehr zu anderen Rüden lassen könnte, würde er sich bestimmt immer weniger unsicher verhalten. Er hat mir mit dem Rottirüden gezeigt, dass er einfach etwas Zeit braucht bis er auftaut und die anfängliche Anspannung abfallen kann. Leider machen das halt nur wenige HH mit, das muss ich respektieren.