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Bolotta

Alphadoggie

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Doggie(s): Luna, Labi Mischling und Honey Mischling

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1

Mittwoch, 26. November 2014, 17:46

Ausbildung zum Therapie Hund - wer hat das schon gemacht? Fragen

Wie ihr vielleicht wisst, möchte ich mit Luna im Frühling die Ausbildung zum Therapie Hund machen. Dafür habe ich beim Sekretariat vom Verein Therapie Hunde Schweiz mal nachgefragt. Dort wurde mir quasi gesagt, sie hätten lieber, wenn die Hunde so 3 Jahre alt wären. Auf der Homepage sah ich die Anforderungen, die ein Hund können muss für den Eintritts-Test - oder Aufnahme Test. Die meisten Anforderungen sollten für Luna kein Problem sein.
Ich arbeite ja bereits mit ihr, dass sie sich gewöhnt ist neben einem Rollstuhl zu laufen. Letzte Woche musste sie dann neben mir und meiner Mutter her laufen, und zwar im Schritttempo. Wenn etwas runterfällt und laut Krach macht, kann es schon sein, dass sie erschrickt. Auch das übte ich mit ihr, dass sie hierbei ruhig bleibt.

Ich habe das Anmelde Formular ausgefüllt und abgeschickt, online, und den gewünschten Kursort angegeben. Als Antwort erhalte ich ein Schreiben, dass sie für die Anfrage danken und schickten mir nochmals den Eintrittstest und die Welpenblätter. Wenn mein Hund 2 Jahre alt wäre, könnte ich dann bei ihr ein Anmeldeformular verlangen.

Der Kurs beginnt im Frühling - Datum noch nicht bekannt. Luna wird am 2.4.2015 2 Jahre alt. Da ich lieber nicht noch 1 Jahr warten möchte, bin ich total verunsichert. Ebenfalls stehen in den Welpenblätter Sachen, die ein Welpe sich gewöhnt sein sollte, was bei Luna nicht der Fall ist:
z.B. in einem Leiterwagen sitzen und nicht rausspringen
bei jemandem auf dem Schoss sitzen (sie sitzt nicht gerne auf dem Schoss)


ich solle öfters „Tierarzt“ mit ihr spielen, sie auf einen Tisch heben,
Berühren, bewegen, streicheln, abwechslungsweise verschiedene Körperteile drücken. Luna ist in dieser Beziehung ein totales Mimöseli. Als sie mal was an der Pfote hatte, sprang sie fast vom Tisch beim TA. Schlussendlich stieg sie mit ihren Pfoten auf meine Schulter, wo die Tierärztin sie hinter meinem Rücken behandeln konnte.
Es heisst weiter, dass Luna daran gewöhnt sein sollte, dass dies auch andere Leute mit ihr tun dürfen.
Genau das ist ein Punkt, wo ich denke, dass es schwierig wird. Sie mag es ja kaum, wenn ich sie untersuche (z.B, in die Ohren schaue oder etwas daran mache), geschweige dann noch jemand Fremdes.

Ich kann ihr problemlos ins Maul langen und etwas rausnehmen, aber ob sie das zulässt bei Fremden? Denke nicht, dass sie schnappt, aber sie könnte zurückweichen wollen.

Wer weiss hier Bescheid und kann mir berichten? Wie "schlimm" sind diese Punkte, wo Luna Mühe hat oder gar nicht kann? Wie streng ist der Eintrittstest und die Prüfung?
Mir wurde gesagt, es gibt keine 2.Chance. Wenn wir die Prüfung verpatzen, so sind wir endgültig weg. Da ich Luna ja bereits mit zur Arbeit mitnehme, wo es viele kleine Kinder hat, die sie anfassen, streicheln, Holz zu werfen, etc. könnte ich eben auch vorweisen, dass sie zum Therapie Hund ausgebildet wurde bzw. wird.

Bluenote

Admindoggie

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2

Mittwoch, 26. November 2014, 18:10

Hm. Also wenn Luna es nicht mag, wenn man "Sachen" mit ihr macht, die später im Einsatz eben mal vorkommen können, weiss ich nicht so recht, ob es für Luna dann vorteilhaft ist, die Therapiehundeausbildung zu machen. Es soll für sie ja nicht zum Stressmarathon werden, wo sie bestenfalls einfach aushält, wenn sie angefasst (und eben auch mal gedrückt, ungeschickt berührt, festgehalten...) wird. Dinge wie den Leiterwagen, das Gehen neben Rollstühlen etc, das kann man ja trainieren. Aber ein Therapiehund sollte in seinem Grundwesen schon so veranlagt sein, dass er engen (Körper-)Kontakt zu Menschen mag oder zumindest nicht weichen möchte. Sonst kann das schon in argen Stress ausarten.

Ich habe mit Yanchi damals den Eignungstest gemacht und bestanden, aber der war schon recht heftig, was das "Bedrängen" anging. Es wurde da wirklich streng geschaut, wie der Hund z.B. reagiert, wenn von allen Seiten ein paar Menschen gleichzeitig auf den Hund zugehen, den Kreis immer enger machen und dazu laut "jööööö" und sowas rufen und dazu die Hände ausstrecken und irgendwie komisch gehen (gebückt und so). Dann waren alle in einem sehr engen Kreis um Yanchi und mich und haben sie alle gleichzeitig überall am Körper gestreichelt, dazu laut geredet und sie überall berührt, auch mal die Rute kurz umfasst, ein Ohr in die Hand genommen, ein Pfötchen angehoben. Jegliches Aggressionszeichen war natürlich ein absolutes No Go, aber auch extremes Weichen/sichtliches gröberes Unwohlsein waren nicht erwünscht. Was auch vollkommen logisch ist, wenn man die spätere Aufgabe eines Therapiehundes anschaut. Es KANN halt vorkommen, dass der Hund mal bedrängt oder ungeschickt/hasplig angefasst wird...und das muss er abkönnen.

Es war spannend zu beobachten, wenn andere dran waren, wie unterschiedlich die Hunde reagierten. Yanchi z.B., der macht sowas wirklich NULL aus. Sie stand da mitten im Kreis, hat sich einen abgewedelt, fand die vielen Leute toll, ging zu jedem hin, liess sich betatschen und fand das voll cool, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Und sowas sehen sie gerne. Eine Labihündin blieb ganz ruhig klopfte ein bisschen mit der Rute auf den Boden, war jetzt nicht grad euphorisch, aber sie blieb freundlich-interessiert sitzen und zeigte keinerlei Unsicherheiten, sonder verhaltene Neugier. Das war auch vollkommen in Ordnung. Ein kleiner Mischlingsrüde wich zurück, als die Leute kamen und duckte sich etwas vor all den Händen, blieb freundlich, aber er fand es einfach nicht toll. Da waren sie schon skeptisch. Und eine andere Hündin, die wollte sich nicht überall anfassen lassen und zog dann auch die Rute ein und wich extrem, die kam dann auch nicht durch.

Wenn die Ausbildung im Frühling beginnt, das Mindestalter 2 Jahre ist und sie eigentlich lieber haben, wenn der Hund bereits 3-jährig ist, warum dann nicht doch noch ein weiteres Jahr warten und während dieser Zeit mit Luna diverse Dinge üben, eben auch den Körperkontakt zu dir und zu fremden Menschen? Sie ist ja dann wirklich erst knapp 2 geworden im Frühling, wenn die Ausbildung angenommen im März beginnt, hat sie noch nicht mal das Mindestalter wirklich erreicht.

Der Eignungstest war wirklich nicht ganz ohne und es kam auch nicht jeder Hund durch. Es gibt zwar Dinge, da sind sie toleranter, weil lernbar (am Rollstuhl gehen, langsames Mitlaufen mit einer Gehbeeinträchtigten Person...), bei anderen Dingen sind sie zurecht ganz strikt und man hat keinerlei Spielraum. Dazu gehört eben das absolute "Saubersein" gegenüber jeglicher menschlicher "Störung" und auch das Auskommen mit anderen Hunden. Das wurde bei uns auch komplett vorausgesetzt und getestet, da man in der Ausbildung teilweise alle zusammen in engen Räumen mit allen Hunden gemeinsam Theorie hat und auch bei gewissen Übungen ist man gemeinsam unterwegs. Hunde, die stänkern, würden kontraproduktiv wirken.

Ich glaube, ich fände ein weiteres Übungsjahr vor dem Eignungstest sinnvoll, gerade WEIL man keine zweite Chance kriegt. Was ich gut finde, weil entweder ist der Hund in seinem Grundwesen absolut geeignet, oder dann soll man's lassen, weil man hat dann doch eine riesige Verantwortung, wenn den Hund auf Menschen "loslässt" (die oft selbst dann auch null einschätzen können, wie der Hund grad drauf ist und die unvorhergesehen/grob reagieren können), und grad von einem Therapiehund wird halt wirklich erwartet, dass er a) absolut sauber und b) seiner Aufgabe gewachsen ist.

Das ist nur meine persönliche Meinung, mal sehen, was andere noch so finden. :smile:
And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

Bolotta

Alphadoggie

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Doggie(s): Luna, Labi Mischling und Honey Mischling

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3

Mittwoch, 26. November 2014, 19:37

Danke für deine ausführliche Antwort. Gewisse Sachen kann ich halt erst mit Luna testen, wenn ich ein paar Leute gefunden haben, die bereit sind, das an ihr auszuprobieren.

Wir hatten auch mal im Hundekurs so eine Übung, wo HH und Hund in den Kreis mussten. Erst war er gross, wurde kleiner, bis am Schluss alle klatschten johlten und sonstige komische Geräusche machten. Nur dort hätte der Hund die Möglichkeit gehabt, auszuweichen. Luna machte das auch nichts aus.
Sie ist mehr, wenn ich ihr ins Ohr oder ins Maul schauen möchte, mag sie das nicht. Meine Hundetrainerin, die Luna von Anfang an kennt, meinte zwar, sie fände Luna dafür geeignet.
Jedenfalls werde ich ihr morgen mal den zettel geben und allenfalls auch ein paar Privat Stunden nehmen, sollte das erforderlich sein.
Der Eignungstest ist dafür da, umzusehen, ob der Hund für die Ausbildung geeignet ist. Wenn nicht, kann man es immer noch in 1 Jahr probieren. Das habe ich den Leuten auch gesagt.

Es hiesse, es gebe erst noch im Februar/März einen Info Abend, dann folgt der Eignungstest und erst danach kann überhaupt mit der Ausbildung begonnen werden.

Ich warte mal ab, wies weiter geht, warte auf den Info Abend, und je nachdem entscheide ich, ob wir den Eintrittstest 2015 oder später oder gar nicht machen.

Bea2521

Alphadoggie

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4

Mittwoch, 26. November 2014, 19:41

Ich würde mir da nun auch den Druck etwas nehmen und einfach noch 1 Jahr abwarten und schauen wie sich Luna bezüglich den genannten Themen so macht. Grade weil sie es ja auch lieber erst so ab 3 Jahren sehen, das gibt euch ja dann noch etwas Zeit.

Und wer weiss, in einem Jahr sieht das vielleicht viel problemloser aus und dann bist du vielleicht ganz froh gewartet zu haben!?
Das Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt!

Holger

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5

Donnerstag, 27. November 2014, 09:20

Bitte warte- das hat ja schon seinen Sinn, dass sie da nur erwachsene Hunde haben wollen.
Schon auf den Eignungstest arbeitest du hin. Und schon das ist psychisch stark belastend.
Lass doch Hundi erst mal in Ruhe erwachsen sein...
Warum hast du denn das Gefühl, eine Sonderrolle für euch sei angebracht, wenn nicht einmal die Grundlagen für den Aufnahmetest vorhanden sind?
Neben einem Rolli sollte jeder Hund laufen können. Aber was, wenn der umkippt? Wenn eine Gehhilfe auf Hundi fällt? Wenn am Fell gezogen wird? Wenn es laut knallt? Wenn mehrere dieser Dinge gleichzeitig geschehen?
Sie will nicht auf den Schoss. Naja, das ist kein Drama. Solang sie ruhig bleibt, wenn es doch geschieht!!
Sie lässt sich nicht untersuchen? In meinen Augen ein Muss. Denn es wird dazu kommen, dass man ihr zu nahe kommt...

Und ich glaube, bei deiner Gelassenheit ist auch noch Entwicklungspotential ;)

Vieles kannst du allein üben. Lass dinge vor und hinter ihr fallen. Erschrecken ok, Panik oder Angstaggression nicht.
Lass ihr etwas auf den Rücken fallen. Einen Schwamm, Tücher, Pappteller,... Ziel wäre ein umkippender Besen. Aber lass euch Zeit, bitte. Dieser Job wird heftig für Hundi!


Gruss,
Holger

wuschy

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Donnerstag, 27. November 2014, 10:56

Meine schwiegertocher möchte diese Ausbildung mit winja auch machen, das war von anfang an ihr ziel, sie ist ja selber
heilpädagogin und das würde optimal passen und winja hat das selbe alter wie deine Luna :P
auch ich denke, winja würde sich bestens eignen für so eine Ausbildung, sie kann auch schon sehr viel und ist sich kinder und behinderte
gewohnt... :0herzsm0:
aber ich glaube meine schwiegertochter wartet jetzt auch noch ein jahr, da winja doch noch ab und zu einige "Flausen" im kopf hat
und jetzt erst noch im Februar das Baby zur welt kommt :zwinker:
@bolotta in welcher gegend wohnst du denn?
ich denke, sie wird dann diese Ausbildung in uster machen, die ist uns schon mehrfach empfohlen worden :good:

gruss wuschy

Bolotta

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7

Donnerstag, 27. November 2014, 13:06

@Holger: Wo habe ich was von Sonderrolle gesprochen? Wieso denkst du ist es für den Hund psychisch belastbar, wenn er lernt, mit vielen Leuten, mit Gehbehinderten (die zu meiner Familie gehört), mit Kindern umzugehen?
Zudem stehen ganz viele Sachen in den Welpenblättern, die ich bereits mit einem Welpen machen soll, damit er sich dies für später gewohnt ist und auch kann. Dabei sind ein paar Sachen, die Luna (noch) nicht kann. Wie z.B. in einem Leiterwagen sitzen bleiben. Denke nicht, dass sie das in einem Jahr dann kann. Im Eignungstest steht auch nirgends, dass das Voraussetzung war. Mich würde es einfach intressieren, wie wichtig dieser Punkt ist. Jedenfalls bin ich ganz sicher, dass dies keine psychische Belastung für meinen Hund ist. Er kann auch erwachsen werden, wenn er sich gewohnt ist, ein paar mehr oder weniger alltägliche Dinger zu machen oder mit ihm gemacht werden.

Wie schon geschrieben, ich warte jetzt einfach mal ab, was die mir antworten. Falls Anfang nächsten Jahres dieser Infoabend ist, werde ich sicher gehen. Wann wir dann oder auch ob, die Ausbildung machen, wird sich zeigen.

Jedenfalls werden wir es sicher nur machen, wenn mir Fachkräfte sagen können, dass die Voraussetzungen gegeben sind.

Bluenote

Admindoggie

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8

Donnerstag, 27. November 2014, 13:19

Die Aufgabe "Therapiehund", die Einsätze, sind für den Hund sehr fordernd. Nicht unbedingt körperlich, aber mental. Therapiehunde leisten ziemlich anstrengende Arbeit. Ein "psychisch ausgereifter", also bereits komplett erwachsener bzw. ein Jährchen älterer Hund, kann gewisse (mental) fordernde Situationen wahrscheinlich leichter verarbeiten als ein mit zwei Jahren doch noch recht junger Hund.

Die "praktischen Dinge", wie im Leiterwagen sitzen (und all das, was Holger aufgezählt hat), die lassen sich in einem weiteren Wartejahr doch super gut trainieren.

Aber ja...geh an den Infoabend und stell da deine Fragen, die könnenam besten beurteilen, wie's bei euch aussieht. :smile:
And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

Bolotta

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9

Donnerstag, 27. November 2014, 17:01

Also, es hat sich im Moment erledigt. Wie ich schon gedacht habe, reicht es für Luna vom Alter her für den Frühlingskurs nicht. Dieser ist eben im März. Ich solle mich im Frühling melden, dann könnte ich Luna für die Ausbildung frühestens Herbst 2015 anmelden.

Von dem her hat das Schicksal entschieden. Mir ist es egal. Es wäre mir von der Zeit her, mir persönlich, lieber gewesen, wir hätten kommenden Frühling starten können, aber eben, eine Welt bricht für mich nicht zusammen. Ich respektiere, dass die ihre Vorschriften haben und warte mal ab bis ca. in einem Jahr.

Im übrigen habe ich heute mit meiner Hundetrainerin gesprochen. Sobald ich weiss, wann der Eintrittstest ist, soll ich ca. 1 Monat vorher etwa 4 mal zu ihr in einen Kurs kommen, wo genau diese Sachen, wo dort verlangt werden, trainiert werden. In jener Gruppe sind alles solche, die mit ihrem Hund eine Prüfung ablegen wollen.

Allen, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen, danke ich bestens.

wuschy

Sportdoggie

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10

Donnerstag, 27. November 2014, 22:31

@bolotta
@bolotta in welcher gegend wohnst du denn?
ich denke, sie wird dann diese Ausbildung in uster machen, die ist uns schon mehrfach empfohlen worden :good:

gruss wuschy




du hast auf mir auf diese frage gar keine antwort gegeben ?(

gruss wuschy

Bolotta

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11

Donnerstag, 27. November 2014, 22:55

Ich wohne in der Region Aarau

Gesendet von meinem GT-I9001 mit Tapatalk 2

Holger

Wachdoggie

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12

Freitag, 28. November 2014, 00:31

Ich denke nicht, sondern ich weiss als ehemals aktiver Therapiehundeführer, wie extrem anstrengend die Arbeit für Therapiehund ist.
Einfach mal alte Leute besuchen oder eben einen behinderten Menschen begleiten- das kannst du gut und gern mit jedem Hund jeden Alters trainieren.
Ein Therapiehund hingegen tritt in Beziehung mit den Menschen, für die er arbeitet. Nimmt oft Stimmungen auf, saugt förmlich Emotionen ab und legt grade bei geistig behinderten oder dementen Menschen Schichten ihres Bewusstseins frei, die unerreichbar oder lang verloren schienen.
Und alle Erklärungen zu diesem Phänomen bleiben esotherisch, spinnert oder vage. Lediglich die Ergebnisse sind überdeutlich!
Oscar konnte mit mir 8 Stunden zur Arbeit gehen und entweder tagsüber mit geistig behinderten Kindern spielen. Oder nachts durch die Schlafräume von 70 Kindern rasen- kein Thema.
Aber wenn er sein Halstuch anlegte und die rote Leine dazukam, dann wurde es ernst. Und wenn es dann ins Pflegeheim oder später auf "meine" Sterbestation ging und er sich den Menschen dort näherte, dann war er manchmal nach 10 Minuten so erschöpft, dass er fest einschlief. Und zwar letztlich für den Rest des Tages.
Was da genau geschieht, weiss ich nicht. Da ich nicht religiös bin, habe ich keine Erklärung.
Eine gute Vorübung ist es beispielsweise, wenn dein Hund gut an beiden Seiten des Menschen läuft.
Es hilft auch, wenn der Hund sehr gut abrufbar ist. Auch bei sensationellen Gerüchen. Damit hatte ich bis zum Schluss Mühe. Oscar wurde immer magisch angezogen von Menschen, die frisch eingekotet oder eingenässt hatten. Ganz selten hat mir das auch mal geholfen, wenn ich ihn im Wohnheim bei dabei hatte.
Aber meist in Seniorenheimen war es recht peinlich...
Die Sonderrolle wäre es gewesen, einen noch zu jungen Hund in die Ausbildung zu geben.


Gruss,
Holger

Flitzebub

Wachdoggie

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13

Freitag, 28. November 2014, 09:25

Da muss ich Holger auf der ganzen Linie recht geben. Je nachdem was für Einsätze geplant sind ist das für einen Therapiehund keine Zuckerschlecken und fordert ihn geistig und körperlich enorm.

Und wenn ich das hier lese (dein Zitat), dann hört sich das für mich nicht an als ob sie es geniessen würde von fremden Menschen angefasst zu werden:
Berühren, bewegen, streicheln, abwechslungsweise verschiedene Körperteile drücken. Luna ist in dieser Beziehung ein totales Mimöseli. Als sie mal was an der Pfote hatte, sprang sie fast vom Tisch beim TA. Schlussendlich stieg sie mit ihren Pfoten auf meine Schulter, wo die Tierärztin sie hinter meinem Rücken behandeln konnte.
Es heisst weiter, dass Luna daran gewöhnt sein sollte, dass dies auch andere Leute mit ihr tun dürfen.
Genau das ist ein Punkt, wo ich denke, dass es schwierig wird. Sie mag es ja kaum, wenn ich sie untersuche (z.B, in die Ohren schaue oder etwas daran mache), geschweige dann noch jemand Fremdes.


Klar kann man das üben, aber mögen wird sie es sicher nicht. Stell dir nur mal vor du bist bei einem geistig behinderten Menschen welcher sich (nur als Beispiel) plötzlich am festklammert und nicht mehr loslässt. Da muss ein Hund vom Grundcharakter her schon eine echt coole Socke sein um das auszuhalten.

Manchmal wollen wir Menschen Gutes tun und vergessen dabei dass ein Hund der Menschen gern hat nicht unbedingt auch als Therapiehund geeignet ist.
Aber zum Glück gibt es ja die Ausbildung und Prüfungen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Flitzebub« (28. November 2014, 09:31)


Aline

Wachdoggie

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14

Freitag, 28. November 2014, 09:32

Danke Holger für deine Gedanken zum Thema Therapiehund. Hätte mit Jaro auch gerne eine solche Ausbildung gemacht, aber er ist (zumindest momentan) nicht der richtige Hund dazu. Er arbeitet aber ehrenamtlich und therapiert meine Familie ;) mir schiessen immer wieder Tränen in die Augen, wenn ich sehe, was Hunde bei Menschen auslösen können. Das ist so ehrlich und direkt, man kanns wirklich nicht erklären.

Holger

Wachdoggie

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15

Freitag, 28. November 2014, 09:46

Danke Holger für deine Gedanken zum Thema Therapiehund. Hätte mit Jaro auch gerne eine solche Ausbildung gemacht, aber er ist (zumindest momentan) nicht der richtige Hund dazu. Er arbeitet aber ehrenamtlich und therapiert meine Familie ;) mir schiessen immer wieder Tränen in die Augen, wenn ich sehe, was Hunde bei Menschen auslösen können. Das ist so ehrlich und direkt, man kanns wirklich nicht erklären.


Ja, das ist wohl so. Und ich selbst habe nun mit meinem wirklich heiss geliebten Tibby einen Hund, mit dem ich zwar Pferde stehlen kann - aber keine menschen besuchen, welche sich ungestüm bewegen. Dazu müsste ich ihn mehr als zwingen. Er würde es vermutlich schaffen, lernen, ertragen. Aber es ist ihm deutlich unwohl. Und wenn ich das merke, dann kann ich nicht mehr frei arbeiten.

Ich habe übrigens noch einmal auf der Homepage meiner ehemaligen Ausbildungsstätte nachgesehen. Die würden schon Hunde ab 18 Monaten nehmen...

http://www.sc-tht.ch/

Im Dezember gäb es einen Termin zum Eintrittstest....

cindy

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Doggie(s): Cockerspaniel Rüde Charly und im Herzen für immer Cindy

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16

Freitag, 28. November 2014, 10:07

Ohh du hast es beim SC gemacht Holger. Ja da kenne ich 2 Leiterinnen, bei der einten hat unser Sohn 4 Jahre Jugend und Hund gemacht und die andere ist Ausbildungsleiterin in meinem Jugend und Hund Leiterkurs gewesen :smile:
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

Foto Homepage tier-natur-foto

topolina

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17

Freitag, 28. November 2014, 10:44

Im Januar werde ich mit Django den Eintrittstest für die Ausbildung bei Therapiehund Bodensee machen...bin sehr gespannt, wie es wird.

Lia

Sportdoggie

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18

Freitag, 28. November 2014, 12:54

Meine 2 sind nicht als Therapiehunde ausgebildet, jedoch kommen sie oft zum Therapiereiten mit. Crischa ist ja ein absolut souveräner Hund gegenüber Menschen. Bei ihm musste ich sehr gut beobachten wann es ihm zu viel wurde. Er hätte es nie offensichtlich gezeigt. (genauso beim Tierarzt zeigt er seine Schmerzen nicht, er lässt alles mit sich machen ohne mit den Wimpern zu zucken) Ich dachte immer, dass ich ihn nicht überforderte und ihn früh genung aus der Situation nahm. Vor ein, zwei Jahren fiel mir auf, dass er nicht mehr so freudig auf die Patienten zu ging. Nur noch wenn sie ihn zu sich riefen. (Auf dem Hundeplatz und auch sonst baggert er immer noch alle Leute schon fast unanständig an) Dies ist eindeutig für mich, dass er diesen Job nicht mehr machen will. :brav0: Er darf sich somit ins Auto oder in den Garten verziehen, sobald sich die Patienten nicht mehr auf dem Pferd befinden. Flash wählt die Personen selber aus. Dies sind vor allem Kinder, welche sich ihm gegenüber nicht auffällig benehmen. Diese liebt er über alles und freut sich jedesmal riesig wenn sie kommen. Therapiehund- oder auch Pferd ist kein einfacher Job. Und wir Menschen / Betreuer sind verantwortlich, dass die Tiere nicht überfordert werden! Ich habe auch schon ein Pferd verkauft, weil ich merkte, dass es lieber ausreiten ging anstatt Therapie zu machen, obwohl es seinen Job sehr gut verrichtet hat. Ich denke diese Stute ist nun glücklicher bei ihrer neuen Besitzerin!

testudo

unregistriert

19

Samstag, 10. Dezember 2016, 18:50

Ich beschäftige mich im MOment auch gerade mit der Frage wo ich die Ausbildung mit Ikkuma machen möchte DASS ich sie machen möchte ist klar. Im màrz wird sie 2 und könnte von daher an den meisten Orten die EIntrittsprfung machen. Beim Schäferclub hätte sie sogar nur 18 Monate sein müssen, dies hätte ich aber als zu früh empfunden. Was ich da auch krass finde ist, dass sie eine ganze Ausbildungswoche am Stück haben. Dies dünkt mich enorm für den Hund. Die andere Option wäre Therapiehunde Schweiz. Jam mal gucken wo wir es dann machen...

Bolotta

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Samstag, 10. Dezember 2016, 19:46

Beim Schäferhundeclub musste du auch jedes Jahr eine Prüfung ablegen. Mir wäre es wohl kaum möglich gewesen, eine ganze Woche lang in Ausbildung zu gehen, höchstens während den Schulferien. Ist wohl bei dir gleich, oder?

Ich machte die Ausbildung ja beim VTHS. Beim ET fielen 2 durch. Wobei eine es ein Jahr später nochmalshätte versuchen können. Da sie selber nicht die Jüngste war, wolltesie das nicht. Die zweite durfte es mit diesem Hund nicht mehr versuchen.

Beim AT hat eine nicht bestanden. Ihr Hund hat mehrmals geknurrt.

Rein vom Hund her fand ich die Ausbildung nicht besonders anspruchsvoll. Hingegen für mich persönlich war es sehr lehrreich und interessant. Es nicht einfach nur der Besuch bei betagten Leuten. Es ist viel mehr.

@Testudo: in welcher Gegend gäbe es denn für euch AusbildungsOrte?

Wir machten es in Roggwil/BE. Anfahrtsweg ca. 40 Minuten. Da es vorwiegend am Freitag Nachmittag war, war das für mich optimal. So konnte ich jeweils am Mittag direkt nach der Arbeit hinfahren. Dort etwas kleines essen, mit Luna laufen gehen und so pünktlich ohne Stress anzukommen.