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DoggyHZ

Sportdoggie

Beiträge: 1 366

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21

Freitag, 27. Februar 2015, 15:04

Also ich habe definitiv kein Dominanzproblem, nur weil mein Rüde allenfalls einen ins Rudel eindringenden Hund massregeln würde (er benützt halt relativ schnell die Zähne, wenn der andere Hund nicht sauber runtergeht). Das ist einfach er, sein Charakter. Er ist mit dem Rudel gross geworden und würde sich totbeissen lassen, könnte er damit das Rudel beschützen. Trotzdem vertraut er mir und wir können grundsätzlich problemlos andere Hunde kreuzen.
Dann kommt es immer noch drauf an, wie der andere Hund auf uns zukommt. Wenn ein Mensch auf dich zu gerannt kommt mit einem Messer in der Hand, bleibst du auch nicht einfach ruhig stehen. Ich gehe sogar schon einen Schritt zurück, wenn jemand Fremdes direkt auf mich zukommt. Ich habe aber mit niemandem ein Dominanzproblem. (Ich weiss, ist jetzt etwas überspitzt...)

Meine Hunde und ich sind Eins. Wenn meine Hunde ein schlechtes Gefühl haben, bringen sie das zum Ausdruck, ich ja auch. Wenn sie unsicher sind, bringen sie das ebenfalls zum Ausdruck. Klar bin ich dann da und versuche zu regeln, aber mein Rüde ist nicht blöde, wenn ich keine Chance habe, steht er mir bei.

Wenn aber ein Hund zu uns kommt, der einfach nur neugierig oder jung oder... ist, wird der skeptisch begutachtet und sicherlich nicht gleich gebissen. Das kann aber rein theoretisch noch kippen, weshalb ich meine dann ganz schnell wieder hinter mich ins Sitz beordere. Ich brauche das an der Leine einfach nicht.

Und klar, ein Hund kann immer mal zu einem anderen hin, kann passieren. Die Frage ist, in wie fern der Besitzer dieses Hundes dann reagiert. Steht er einfach nur doof da und guckt zu, dann werde ich aber so richtig sauer. Kommt der Besitzer sofort und handelt, ok, dann ist das menschlich... oder hündisch...

Meiner Meinung nach kann man kein Tier 100% im Griff haben. Geht nicht. Es sind Tiere und keine Maschinen und nicht mal eine Maschine hat man zu 100% im Griff.
"Liebe, Konsequenz, Vertrauen und ein gesundes Verständnis für den Ursprung des Hundes - damit kommen wir ans Ziel"

Yvaine83

Wachdoggie

Beiträge: 785

Doggie(s): Angus *2.5.2014

Wohnort: Kanton Solothurn

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22

Freitag, 27. Februar 2015, 15:29

Okay, scheinbar ist die Stimmung hier gerade etwas geladen.

So hab ich mich ja auch gar nicht ausgedrückt.

*Ich denke ( im Allgemeinen, weil du ja keinen Rat haben möchtest) ist das tendenziell ein Problem der Dominanz. Wenn meine Hunde einen anderen angehen, der daher kommt, dann übernehmen sie die Entscheidung und die sollte doch eigentlich bei mir liegen.* (Zitat)

*Tendenziell* heisst es gibt meiner Meinung nach eine Tendenz und nicht *Das ist so und fertig*

Und wenn ich schreibe, dass sie einen Hund angehen der *daher kommt*, dann meine ich damit nicht, dass deine Hunde attackiert werden, sondern dass ein Hund in eurer Nähe vorbei läuft und eventuell Kontakt zu ihnen sucht. Wenn man dabei aber schon die Kontrolle verliert, dann finde ich das nicht akzeptabel und man sollte sich überlegen, ob man zwingend mit mehreren Hunden gleichzeitig gehen muss. Wenn der andere Hund dominant oder aggressiv oder wie auch immer angeschossen kommt, dann ist er meiner Meinung nach derjenige, der nicht ganz *sauber* ist, einem offensichtlich überlegenem Rudel so zu begegnen und gehört prinzipiell nicht von der Leine, wenn die Möglichkeit besteht auf andere Menschen mit Hunden zu treffen. Also kannst du dich wieder entspannen. Haben uns nur falsch verstanden! :zwinker:

23

Freitag, 27. Februar 2015, 16:33

Ganz ehrlich? Ich hab zwar nur einen Hund, der aber ziemlich deutlich wird, wenn ein fremder Hund frontal und schnell auf ihn zukommt. Sie versteht sich bestens mit fast allen Hunde, wenn sie Zeit hat, diese in Ruhe kennen zu lernen.
Aber sie hat auch vor 3 Jahren einen kleineren Hund erheblich verletzt, der mich und die angeleinte Kimba aus grosser Distanz angriff, ja wirklich im vollen Speed angriff, er biss mir sogar ins Bein. (Wir hatten zum Glück Zeugen und wir hatte in Folge definitiv keinerlei Konsequenzen. )

Doch ich weiss nun, dass sie richtig zupacken kann und auch beschädigt, wenns heftig wird. So dass ich den Mauli dabei hab. Und ich lege ihn auch an, wenn ich merke, dass der Kleine der da kommt, meint er sei ein Dobermann und Herrchen/Frauchen mir zuruft..."er meints nicht ernst" ?( . Schwupps hat Kimba den Mauli drauf und es kann nichts passieren. Auch in Ascona, wo aus jedem 3. Mode-Shop eine Chi-oder Yorkie-Bodygard seine Kamikaze-Attacke startet, ist der Mauli dran. Er hat dazu noch den Effekt, dass die Leute ihren Hund in der Regel immer anleinen, wenn meiner den Mauli dran hat. Und angetatscht wird sie auch nicht.

Allerdings ist es auch schon vorgekommen, dass jemand seinen gepüschelten, herstaksenden grossen Hund auf Kimba ( sie hatte den Mauli drauf) zulaufen liess mit der Bemerkung, dass Kimba ja nix machen kann.....so dass ich den Mauli schwupps runter hatte. DER Hund wurde schneller eingesammelt als ich 2. blinzeln konnte. :kaug:

Kimba hat dem Mauli nicht oft an, aber ich hab ihn dabei und an gewissen Orten machts von vornherein Sinn. (wir fahren jezt für eine Woche nach St. Moritz. Im Dorf wird Kimba den Mauli tragen, damit ist mal sicher, dass kein Chi mit Diamanthalsband verschluckt wird)

Wenn ich also mit Hunden unterwegs bin, die fremden Hunden gegenüber aus welchen Gründen auch immer (territoreale, Individualdistanz, Geschlechtliche usw.) zupacken, dann tu ich mir doch den Stress nicht an und sorge dafür, dass mein Hund mittels Mauli gesichert ist und keinen Schaden anrichten kann. Zudem bleibt man selbst auch viel ruhiger, weil man weiss, meiner kann nichts Schlimmes machen, was sich wieder positiv auf dem Hund auswirkt. Dies würde ich tun, nebst der Auswahl des Laufgebietes, wenn ich mit 2 und mehr unverträglichen Hunden unterwegs bin.

Die Hemmung ihn ihr anzuziehen hatte ich zugegeben sehr. Doch ich kann die Welt nicht ändern und so sehr ich auch aufpasste, irgendwann kam wieder ein Ignorant um die Ecke und es gab einfach diese beschis.... Situationen, die enorm stressten. Das muss ich nicht haben und habs auch nicht mehr.
Ich sag mir, "ist der Ruf erst ruiniert, lebts sich's herrlich ungeniert" :zwinker: Sehr befreiend, ehrlich.

Gruss Eva

Huskybespasser

Sportdoggie

Beiträge: 1 667

Doggie(s): Siberian Husky (Byelka, Candy, Anouk), Alaskan Husky (Dyron), Colliemix (Enya)

Wohnort: solothurn

Beruf: SBB Sklave :)

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24

Freitag, 27. Februar 2015, 16:42

Für mich stellt sich halt immer noch die Frage, was man auch unter unverträglich versteht.
Ich habe bei meinen Hunden nie den Anspruch, dass sie alle Hunde toll finden. Auch nicht den Anspruch, dass sie mich standi Fragen, wie sie eine Situation jetzt regeln sollen.

Kommt mir ein Hundehalter mit freiem hund entgegen und der geht zu meinen, dann schätze ich halt ein, wie sich die Situation entwickeln wird, anhand dessen, wie der andere Hund sich bewegt und wie meine reagieren.
Im Normalfall treten sie so gemeinschaftlich auf, dass sie allein mit ihrer Körpersprache den anderen klar machen können, wo die Grenzen sind. Dies machen sie aber nie übermässig aggressiv, sondern nur dominant. Ich ziehe da gar nicht in Erwägung auch nur irgendwie einzugreifen. Habe ich deshalb ein Dominanzproblem mit meinen Hunden?

Nein, meiner Erfahrung nach, ist es eher etwas, was man von seinen Hunden erwartet und welche Einstellung man zu seinen hund.
Ich habe mich ja bewusst irgendwann für eine Rasse entschieden, die eher dafür bekannt ist, ihre Entscheidungen selbstständig und unabhängig vom Gewicht am anderen Ende der Leine zu treffen. In meiner Verantwortung liegt es, dass sie es nicht übertreiben, aber das letzte was ich will, ist ein hund, der mich fragt, wie er mit einem anderen hund umgehen soll.

Sollten wir natürlich auf einen aggressiven hund draussen treffen, werden wir uns als Rudel verteidigen, aber ich denke, das ist auch nur legitim. :pfeifen:

Und für mich macht es schon einen Unterschied, wie viel Gewicht ich an der Leine vorne hängen habe.
3x 5 kg. Die gehen nirgendwo hin, wenn ich das nicht aktiv will.
3x 25 kg, die gehen hin, wo sie wollen, wenn ich nur eine Sekunde unaufmerksam bin. Und dem habe ich gar nichts mehr entgegen zu setzen. Denn da ziehen dann 75kg hund gegen 85kg Mensch. Kein Problem.
Als Gott begriff, das nur die Besten Schlittenhundesport machen, erschuf er für den Rest Fußball.
Gott fragte die Steine: "Wollt ihr Musher werden?"-- Die Steine schrien: "Nein, dafür sind wir nicht hart genug!":kaug:


In Arbeit http://www.huskyranch.ch

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Psovaya Borzaya

Alphadoggie

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Doggie(s): ein barsoi und ein whippet

Wohnort: Balterswil TG

Beruf: dipl. pflegefachfrau, 20% pensum im nachtdienst

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25

Samstag, 28. Februar 2015, 08:42

ich habe 3 hunde, davon zweimal 32 kg und einmal 10.5 kg (ich wiege ca. 55 kg, wenn sie wollten, könnten sie mich also zu boden reissen zusammen).

auch ich stelle mir die frage: was ist unverträglich. ich habe keine hündin (es sind alles hündinnen) die mit allen hunden unverträglich ist. aber ich habe eine hündin, die grenzenlos verträglich ist (die kleine, ein whippet) und eine die bei aufdringlichen hunden (zb. verspielte junghunde, distanzlose retriever, bulldozzerartige molosser etc) sehr deutlich wird. so deutlich, dass man sie nicht einfach "machen lassen" kann und bei der ich daher jeden andern hund, den ich nicht kenne als mit ihr nicht kompatibel ansehen muss und auch entsprechend handeln.
die zweite barsoihündin ist verträglich im sinn von, sie würd nie einen andern schnappen, verletzen oder wild hinterherhetzen. bei sehr änglichen hunden kann sie aber mal bellend vorpreschen, was ich natürlich ebenfalls nicht will. sie leine ich bei solchen hunden an, sonst lasse ich sie frei, die kleine immer frei, die älteste immer angeleint. wenn der andere angeleint ist, leine ich auch an, logisch.

es kommt auf die situation an, wie uns die andern hunde oder der andere hund gegenübertritt. ich habe häufig hundebegegnung von mehreren leuten, mit mehreren hunden von denen ich weiss, die leinen sowieso nicht an. in so einem fall lasse ich die beiden verträglichen frei, die grosse leine ich an und konzentriere mich auf sie. sie prescht aber nicht vor, sie würd auch niemals von sich aus zu einem andern hund hingegen (wenn sie frei ist) und den erstmal vermöbeln. sie will einfach von den tutnixlern in ruhe gelassen werden. an der leine kann ich sie aber problemlos kontrollieren und den andern hund gegebenenfalls wegschicken.

ist der andere ein junghund/welpe, leine ich alle an und bitte das gegenüber dies auch zu tun, so können wir passieren. an der leine verhalten sich meine friedlich, egal wie dumm die andern oder der andere tut (ausser natürlich ein depp würd seinen angeleinten an der flex oder schlepp dann doch ranlassen).

ist der andere ein bulldozzerartiger hund, der von weitem auf uns losstürmt, schicke ich die jüngere barsoihündin als puffer los ,wie oben jemand geschrieben hat. sie vertreibt diese hunde vehement, aber ohne gefahr für den andern und ich kann so meine älteste vor ihnen schützen.

ich kann also kein generelrezept geben, es kommt auf die örtlichkeit an (ist es sehr eng, hat es eine strasse in der nähe, könnte es katzen haben etc). klar ist, ich muss fähig sein, meine 3 hunde in jeder situation halten zu können, sonst müsste ich getrennt laufen gehen.

ich bin froh, hab ich nur eine hündin, die ich, wenn zb. der andere unerwartet plötzlich hinter einer kurve heranschiesst, anleinen muss und dass diese gut hört und von andern hunden abrufbar ist, sofern der andere noch nicht an ihr dran ist.
ich werde meine jüngere barsoihündin aber ende mai kastrieren und da sie die einzige noch intakte hündin ist, kann es sein, dass sie die rudelführung abgibt und das wäre dann schlecht und würd mich ev. vor neue probleme stellen oder aber sie wird auch plötzlich unverträglicher... ich hoffe es nicht, sie ist schon 6 aber leider etwas unsicher.

ich find vorausschauendes handeln und denken und kommunikation mit den andern HH das wichtigste. manche machen es einem nicht leicht, das ist halt so. notfalls würd ich auch einmal umkehren, auch wenn es einem gegen den strich geht. was gar keine option ist für mich, einfach frei zu lassen nd zu hoffen, dass nix passiert. hier ginge das zu 80% gut, aber das ist mir zu wenig. immer frei lasse ich nur die kleine, weil die einfach 120% verträglich ist, egal was der andere anstellt mit ihr.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

Sidcou

Schnupperdoggie

  • »Sidcou« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 19

Doggie(s): Sid und Cou

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26

Mittwoch, 4. März 2015, 21:36

Ich danke euch vielmal für eure Antworten und auch die PNs, vor allem denen
welche ihre Erfahrungen:smile:.

Mit unverträglich meine ich, wenn meine an der Leine sind und ein fremder nicht
nur in die Nähe sucht sondern auf Konfrontation geht, also den direkten Kontakt
sucht.

Ja, ich frage weil ev. ein dritter Hund in eins, zwei Jahren zum Thema wird
(Berufsbedingt).
Ich schreibe nicht mehr zum Thema, weil es wohl etwas ein heikes Themal ist.