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cindy

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Montag, 10. November 2008, 20:42

Mondioring

Was ist Mondioring?

Mondioring ist eine Schutzhundesportart. Aus den bekanntesten Schutzhundesportarten von Europa: Deutscher Schutzhund, Schweizer Schutzhund, IPO, Französischer Ring, Campagne, Belgischer Ring, KNPV (Holländischer Ring), wurde das Mondioring Programm entwickelt. Mit dem Ziel es als eine Art internationalen Ring-Weltschutzhundsportart (Welt = Mondio) von der FCI und allen nationalen Verbänden anerkennen zu lassen. Wichtig dabei, dass die nationalen und internationalen „Hunde- und Tier-Organisationen“ diese Sportart in ihrem Land praktizieren lassen können, ohne, dass Hundesportler bei der Ausübung von Mondioring, wegen gesetzlichen oder ethischen Problemen, ein Verbot zu bekommen. Einige der obengenannten nationalen Schutzhunde/Ring-Sportarten werden aus Tierschutzgründen (extreme Sprünge oder Stockschläge auf den Hund) nie von der FCI oder Nationalen Hundeverbänden anerkannt werden!! Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen Mondioring und Schutzhundesport ist der Ort wo der Hund "zubeissen" darf. Im Schutzhundesport ist es eine „präsentierte Armmannschette“. Im Ringsport ist der ganze Anzug des Schutzdiensthelfers als „Zubeissfläche“ zugelassen.

Wenn ich an Seminaren gefragt werde: „Welches ist der beste Sport für einen Hund“, antworte ich jeweils mit folgenden Vergleich: Für mich als Hundeausbilder und Hundefreund ist es wichtig die Hundebesitzer dazu zu bringen, dass sie irgend etwas positives mit ihrem Hund machen. Dabei freut mich alles was man mit seinem Hund macht, sei es nun Agility, Obedience, Fährtenhund, Katastrophen- oder eine Schutzhund - Ausbildung. Egal was man macht, wichtig ist es, dass man seinen Hund geistig und körperlich fordert. Beim nur täglichen "Gassi gehen" verkümmert (verblödet) ein Hund oder sucht sich andere Aufgaben (so entstehen die täglichen Problemchen). Der Hund wurde über Jahrhunderte für eine spezielle Aufgabe gezüchtet. NICHT NUR FÃœRS GASSI GEHEN.

Es gibt Hunderassen die ein bisschen mehr "Power" haben als andere. Bei keiner anderen Hundetrainingsart als im Schutzdienst in allen Schutzhundesportarten können sie diese Power so extrem gut rauslassen. So wird von erfahrenen Hundeausbildern, bei überaggressiven oder ängstlichen Hunden das "Schutzdiensttraining" in einer vereinfachter Form angewandt um Problemhunde zu einem "gewünschten, kontrollierten zupacken" zu bringen, ihre Aggressionen zu kontrollieren und als Stressabbau, trainiert. Ähnlich wie bei "menschlichen Jugendlichen" die eine Karate- oder Judoschule usw. geschickt werden um Aggressionen abzubauen und alles nur unter der richtigen Kontrolle!

Ein weiteres Beispiel was Mondioring ist findet man beim Vorwort bei der internationalen Mondioring - Prüfungsordnung:

Das MONDIORING - Programm wurde von mehreren Delegierten aus Europa und Amerika ausgearbeitet, in der Hoffnung, die bestehenden, nationalen Prüfungsordnungen miteinander zu verbinden und so eine Bereicherung für alle Hundesportler darzustellen, egal ob Anfänger oder Routinierte. Seine Zielsetzung ist,

· für die Zuschauer eine Unterhaltung,

· den Teilnehmer ein Spiel mit progressiven Schwierigkeiten,

· den passionierte Hundesportlern ein sportlicher Wettkampf

Um das Programm MONDIORING ausüben zu können, benötigt man ein geschlossenes Terrain mit diversem Material ausgestattet, ein oder zwei Helfer mit komplettem Schutzanzug als Partner für die Hunde, HF sowie Richter, deren Aufgabe es ist, die Konkurrenten gemäss Prüfungsordnung zu bewerten. Dieses Reglement beschreibt die einzelnen Ãœbungen, die entsprechende Punktzahl pro Ãœbung und die Abzüge bei Fehlern. Um für alle verständlich zu sein, sollte die MONDIORING - Prüfungsordnung

· in ihrer Beschreibung leichtverständlich,

· einfach zu praktizieren,

· klar in der Beurteilung sein.

Trotz eventueller aussergewöhnlicher Umstände oder einer unzureichenden Beschreibung der PO, sollten die Richter niemals den Gedanken vergessen, der die Initianten zu diesem Programm motiviert hat. Es muss genau angewendet und in seiner Gesamtheit respektiert werden. Vor allem aber müssen missbräuchliche Auslegungen und Vorurteile vermieden werden. Das Ziel des Reglements ist, folgendes hervorzuheben:

· die Eignung des Hundes,

· die Qualität dessen Ausbildung,

· das Können des HF,

· und vor allem die Veranlagungen des Hundes.

Das Programm besteht aus 3 Disziplinen, mit der obligatorischen Reihenfolge:

· Unterordnung

· Sprünge

· Schutzdienst

Die Reihenfolge der einzelnen Ãœbungen innerhalb der Disziplinen wird durch die Konkurrenten vor Beginn eines jeden Wettkampfes ausgelost und ist für alle die gleiche.

Wichtig ist auch was über den Schutzdiensthelfer, Figuranten oder neu auch Schutzdienstassistent genannt, geschrieben steht:

Erwähnt sei, dass man früher den Schutzdiensthelfer: Homme d'attaque auch mit "Apache", "Malfaiteur" (Ãœbeltäter), "Mannequin" (Gliederpuppe), "Paillasse" (Strohsack) und in Amerika mit "Decoy" (Köder) oder "Helper" (Helfer) bezeichnete. Jede dieser Bezeichnungen birgt in sich eine eigene Ausbildungsphilosophie und es wäre interessant weitere, verschiedene Ausdrücke wie sie in Deutschland, Spanien, Holland, Italien oder der Schweiz verwendet werden, aufzuführen. Das Wort "Homme d'attaque" wurde abgeleitet und ist eine relativ neue Bezeichnung. Verglichen mit den Jagd-, Schutz- oder Gebrauchshunden, greift der Helfer eigentlich nicht an, da er sich vielmehr verteidigen oder flüchten oder den dem Hund anvertrauten Gegenstand stehlen muss. Trotzdem der Helfer, wie im vorgegangenen Kapitel beschrieben, der Partner des Hundes und des HF’s ist, so muss er doch auch für beide ein Gegner sein, da er in erster Linie mit dem Richter arbeitet, um ihm bei der Klassierung der Hunde zu unterstützen. Verhält er sich passiv, so ist er lediglich ein sich bewegender Hampelmann, gut genug, sich beissen zu lassen. Soll er jedoch dem Richter helfen, die Qualitäten eines Hundes zu bewerten, so muss er auch als Gegner des Tieres fungieren. Da er aber durch seinen Anzug geschützt ist, könnte er diese Opposition übertreiben. Er könnte sich auch (absichtlich oder nicht) bei jedem Hund anders verhalten. Er hat eine schwierige Aufgabe, die er jedoch immer in sportlicher und fairer Weise lösen muss. International wird der Schutzdiensthelfer auch „Assistent“ genannt. Ohne auf die technischen Details der Arbeiten des Helfer einzugehen, hier 3 goldene Regeln, die man nicht vergessen sollte:

1.
Der Schutzdiensthelfer oder Assistent ist absolut unparteiisch

2.
Er darf niemals und in keinster Weise dem Hund körperlichen Schmerz zufügen. Er darf den Hund nie schlagen (wie zum Beispiel Pflicht beim „Inter – IPO“)

3.
Er soll sich so verhalten, als sei er nicht durch einen Anzug geschützt und sich mit Schnelligkeit, List, Bedrohung und Ausweichen verteidigen oder den Hund beeindrucken.


Also nochmals, niemals Stockschläge oder irgend etwas machen, was dem Hund Schmerz zufügen könnte.

Ein wichtiger Unterschied zu den meisten Hundesportarten muss genannt werden. Jedes Training und jede Prüfung ist immer etwas neues für Hund und Hundeführer/in.
Die Mondioring - Grundlage der Prüfungen ist festgelegt. Je nach Stufe. In der Stufe 3 sieben Unterordnungsteile / 3 Sprünge (Höhe wählbar) / sieben Schutzdienstteile......


Quelle: http://www.mondioring.ch
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

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